Europa zieht Touristen aus aller Welt an, die sich von der langen Geschichte und den vielen Sehenswürdigkeiten beeindrucken lassen wollen. Zwar sind die meisten Regionen und Ausflugsziele ausgesprochen sicher, Betrugsmaschen findet man aber dennoch an fast jedem Ort. Einige davon sollten eigentlich jedem bekannt sein, andere sind wiederum relativ neu oder kommen zumindest in einem neuen Gewand.
Dieser Artikel stellt die beliebtesten Betrügereien bei Reisen innerhalb Europas vor und gibt praktische Tipps, wie Reisende sich am besten davor schützen können. So gibt es im Urlaub keine unschönen Erfahrungen.
Vorsicht vor den folgenden beliebten Betrugsmaschen
Geldwechselbetrug frühzeitig erkennen
Nicht alle Länder in Europa nutzen den Euro, und genau das machen sich Betrüger gerne zunutze. Sie lauern an beliebten Touristenorten und bieten einem an, zu einem günstigen Kurs das eigene Geld in die Landeswährung zu wechseln. Dabei lassen sie ein paar Scheine unbemerkt verschwinden oder mischen Touristen eine andere Währung unter.
Die meisten Menschen bemerken erst bei der nächsten Zahlung, dass sie zu wenig oder komplett anderes (nutzloses) Geld erhalten haben. Deswegen sollte man auf solche Angebote stets verzichten und stattdessen lieber selbst einen Geldautomaten nutzen. Alternativ bieten sich auch Wechselstuben mit guten Bewertungen auf Google Maps an.
Vermeintliche Gratis-Geschenke immer ablehnen
Ebenfalls sehr weit verbreitet ist die Masche mit den vermeintlichen Gratis-Geschenken. Hierbei kann es sich beispielsweise um Blumen, Armbänder oder kleine Souvenirs handeln. Die Betrüger betonen, dass es sich um ein komplett kostenloses Geschenk handelt. Danach verlangen sie aber sofort eine „Spende“ und werden manchmal sogar aggressiv.
Als Urlauber sollte man sich also keine Gratis-Geschenke aufschwatzen lassen und sofort ablehnen. Es ist wichtig, sich nicht auf Diskussionen einzulassen und entschlossen weiterzugehen. Die Betrüger geben in der Regel schnell auf, wenn man kein Interesse zeigt. Zudem bietet sich so niemandem eine Gelegenheit zum Taschendiebstahl.
Augen auf vor der Kunstwerk-Masche
Einige Sehenswürdigkeiten in Europa beeindrucken mit ihrer imposanten Größe oder Höhe. Diesen Umstand machen sich clevere Betrüger zunutze und platzieren „Kunstwerke“ auf dem Boden. Wer unvorsichtig ist und nach oben schaut, tritt dann auf eines dieser Werke. Der Betrüger verlangt dann auf aggressive Weise einen hohen Schadensersatz.
Auf diese Betrugsmaschen bei Reisen innerhalb Europas achten
Bei den sogenannten Kunstwerken handelt es sich um billige Ausdrucke, die absichtlich so platziert werden, dass jemand darauf tritt. Touristen sollten also die Augen offenhalten und sich im Notfall nicht unter Druck setzen lassen. Selbst kleine Entschädigung spornen die Betrüger nur weiter an. Deshalb ist es besser, die örtliche Polizei hinzuzuziehen.
Falsche Tickets oder Polizisten
Einige Händler verkaufen Touristen auch gerne falsche Tickets, die nur sehr schwer als solche erkennbar sind. Es kann sich hier um gefälschte Tickets für Sehenswürdigkeiten, Museen oder Touren handeln. Anstatt sich also eine lange Schlange zu ersparen, verliert man viel Geld. Grundsätzlich gilt: Tickets sollten nur an offiziellen Verkaufsstellen gekauft werden.
In einigen Fällen geben sich Betrüger sogar als
Polizisten aus und erfinden Verstöße. Danach drohen sie den Opfern mit harten Konsequenzen, sollten sie nicht sofort „auf die Hand“ zahlen. Echte Polizisten müssen aber über einen Dienstausweis verfügen und die offizielle Abwicklung einhalten. Im Zweifelsfall kann man auch hier die örtliche Polizei anrufen.
Extra-Tipp: Digitale Sicherheit beim Reisen stärken
Heute verlagern sich immer mehr Gefahren beim Reisen ins Internet. So sind die meisten Menschen auf das öffentliche WLAN im Hotel oder im Restaurant angewiesen, um hohe Roaminggebühren zu vermeiden. Übertragungen innerhalb eines solchen Netzwerkes erfolgen jedoch häufig unverschlüsselt und können durch Kriminelle ausgelesen werden.
Eine
VPN-App kann hier für den notwendigen Schutz sorgen und alle Übertragungen sicher verschlüsseln. Das bedeutet, selbst sensible Anwendungen wie Online-Banking können problemlos im öffentlichen WLAN genutzt werden. Ein weiterer Pluspunkt: Wer im Ausland ist, kann sich zu einem Server in Deutschland verbinden und alle Dienste wie gewohnt nutzen.