„Wir wollten keine Verbrechen begehen. Wir wollten einfach leben.“
30.000 deutsche Soldaten der Wehrmacht, die im Zweiten Weltkrieg desertierten, wurden von der NS-Militärjustiz zum Tode verurteilt. Die wenigen, die überlebten, wurden im Nachkriegsdeutschland nicht rehabilitiert – auch eine Entschädigung für das ertragene Leid gab es nie.
Einer von ihnen war Ludwig Baumann, selbst ehemaliger Soldat der Wehrmacht, der 1942 desertiert und zum Tode verurteilt worden war.
Als späterer Aktivist setzte er sich für die Rehabilitierung der Opfer ein und es ist ihm zu verdanken, dass im Jahr 2002 die Urteile der NS-Militärjustiz gegen die Wehrmachtsdeserteure aufgehoben wurden. Jahrelang litt er unter den traumatisierenden Qualen von Zuchthaus und Konzentrationslager.
Anschließend laden wir ein zu einem Gespräch über den Film, Hermann Richter und die aktuellen Bestrebungen, Kriegsdienst für alle zur Pflicht zu machen.