Dr. Tobias Wunschik beschäftigt sich in seinem Buch „Freiheit auf der Strecke“ mit den Motorradrennen auf dem Sachsenring bei Chemnitz (Karl-Marx-Stadt). Diese wurden 1961 Teil der Motorrad-WM. Wenn der internationale Rennzirkus dort Station machte, zog das bis zu 200.000 begeisterte Fans an. Für sie symbolisierten die schnellen Maschinen Unabhängigkeit und Freiheit, über die Systemgrenzen hinweg, gerade in der DDR. Viel umjubelt wurden siegreiche Fahrer aus dem Westen, die Weltläufigkeit, Abenteuergeist und Draufgängertum verkörperten, was im Staatssozialismus ungern gesehen war. Es begann ein hochpolitisches Ringen um gesellschaftliche Freiräume mit der Volkspolizei, der Stasi und der SED. Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Tobias Wunschik (Autor) und Dr. Florian Schikowski (Moderation). Die Buchvorstellung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe Lesebühne statt. Die Veranstaltungsreihe wird in Kooperation mit der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. durchgeführt.