Wieviel Hoffnung steckt in der Dystopie? Ein Gespräch über sprachliche Welterzeugung und die Kraft ökologischer Science-Fiction von Ursula K. Le Guin bis heute.
Klimawandel, Artensterben, nukleare Risiken – die Realität hat viele Motive der Science-Fiction eingeholt. Neue literarische Zukunftsentwürfe sind dringend nötig. Die Übersetzerinnen Karen Nölle (Ursula K. Le Guin) und Milena Adam (Sandra Newman, Céline Minard) sprechen darüber, wie ökologische Imagination in Science-Fiction entsteht und welche Rolle die Sprache dabei spielt. Romane wie Le Guins Die linke Hand der Dunkelheit (2023 neu übersetzt) und Immer nach Hause (2024) zeigen:Ökologische Systeme sind stets auch soziale und politische Ordnungsmodelle – und neue Worte ermöglichen neues Denken. Wie stehen diese Klassiker aus den 1970er- und 1980er-Jahren zum utopischen Gehalt aktueller Ökotopien?
Veranstaltungssprache: Deutsch
Vom 11.–25. September 2026 lädt das Festival »Übersetzen & Weltretten« dazu ein, die transformative Kraft der Literatur neu zu entdecken. Literarisches Übersetzen rückt in den Fokus. Wie können uns Utopien und Dystopien dabei helfen, die Gesellschaft von morgen zu entwerfen? In Gesprächen, Lesungen, Workshops und partizipativen Formaten feiert das Festival die kulturelle Vielfalt utopischer und dystopischer Literatur verschiedener Sprachen und zeigt konkret, wie Übersetzende Wege in eine andere Welt öffnen.
»Übersetzen & Weltretten« wird veranstaltet von Weltlesebühne e. V. und dem TOLEDO-Programm des Deutschen Übersetzerfonds, in Zusammenarbeit mit dem Collegium Hungaricum Berlin und der Lettrétage sowie mit freundlicher Unterstützung durch die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB). Das Festival wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem Deutschen Übersetzerfonds.