Wie lässt sich die Geschichte des Nationalsozialismus filmisch erzählen – als Prozessdokumentation, als Familiengeschichte, als Propagandaanalyse oder als investigative Spurensuche? Die Filmreihe des Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in der Regenbogenfabrik in Kreuzberg zeigt an vier Abenden vier sehr unterschiedliche dokumentarische Zugänge zu Täter*innen, Mitläufer*innen und der Frage, wie Gesellschaften mit dieser Vergangenheit umgehen. Von der Rekonstruktion des Eichmann-Prozesses über eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen NS-belasteten Vater bis hin zur sowjetischen Propagandaanalyse und der jahrelangen Suche nach dem „Schlächter von Lyon" Klaus Barbie: Die vier Filme zeigen, wie das Kino Erinnerung, Verdrängung und Aufarbeitung sichtbar macht – und werfen die Frage auf, wie der Nationalsozialismus und seine Verbrechen nachgewirkt haben. 11.11., 19 Uhr Ein Spezialist. Regie: Eyal Sivan 16.11., 19 Uhr 2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß. Regie: Malte Ludin 25.11., 19 Uhr Der gewöhnliche Faschismus. Regie: Michail Romm 29.11., 17 Uhr Hotel Terminus – Leben und Zeit von Klaus Barbie. Regie: Marcel Ophüls