Ausstellungseröffnung am Freitag, 12. Juni 2026 um 16 Uhr Laufzeit der Ausstellung: 13. Juni bis 23. August 2026
Die Ausstellung "Berlin, the Bitch and the Witch" lädt ein, die unsichtbaren Strukturen des städtischen Lebens zu hinterfragen. Zwölf Künstler:innen präsentieren Arbeiten, die Magie als Methode nutzen, um kapitalistische Ordnungen sichtbar zu machen und alternative Formen von Fürsorge, Heilung, Widerstand und Verbundenheit zu erkunden. Sie erforschen, wie Körper, Materialien und Erinnerung miteinander verknüpft sind. Fragile Strukturen, Netzwerke und gemeinschaftliche Prozesse treten in den Vordergrund, als Gegenentwürfe zu isolierten und funktionalisierten Lebensweisen.
Die kuratorische Linie orientiert sich an Silvia Federicis "Caliban und die Hexe": Die historische Analyse der Hexenverfolgungen wird als kritische Linse genutzt, um heutige kapitalistische Mechanismen und Machtstrukturen zu beleuchten. Ausgehend von historischen Zuschreibungen wie „Witch“ und „Bitch“ – einst Mittel der Kontrolle und Ausgrenzung – transformiert die Ausstellung diese Begriffe zu Symbolen kollektiver Selbstermächtigung. Die Ausstellung schafft so einen Raum, in dem Wissen zurückerobert, Schutz geleistet und neue Formen des Zusammenlebens im urbanen Raum ergründet werden.