Der VDI BV-BB lädt zu einer kostenfreien Online-Veranstaltung ein:
Reihe Geschichte neuer Technologien
Spraying ist eine vielfältig einsetzbare high-speed processing technology. In der Öffentlichkeit ist das Spraying heute in erster Linie als Technik des Graffiti-Writing bekannt und wird wegen des Spannungsbogens zwischen krimineller Handlung, Aneignung des Stadtraums und Kunst breit diskutiert. Aber insbesondere der industrielle bzw. agroindustrielle Einsatz ist in technischer, quantitativer und ökonomischer Hinsicht erheblich bedeutender: hier geht es um ganz andere Materialmengen und zahlreiche Anwendungen. Im Automobilbau wurde ebenso gesprüht, wie auf dem Bau und im Haushalt. Im Konsumbereich scheint die Sprayflasche – gefüllt mit Haarfestiger, Reinigungsmittel oder Sprühsahne – nach wie vor für Modernität zu stehen.
In den 1920er Jahren entwickelt, verbreitete sich die Sprühtechnik insbesondere seit der Nachkriegszeit, um große Mengen verschiedener Wirkstoffe großflächig zu verteilen. Darunter waren das Entlaubungsmittel Agent Orange, das im Vietnamkrieg eingesetzt wurde, das Insektizid DDT, von dem bis zu 82.000 t jährlich produziert wurden (peak 1963), sowie bakteriologische Kampfstoffe, mit deren Verteilung per Flugzeug und Helikopter Militärs experimentierten. Das Spraying leistete – so die These des Vortrags – einen erheblichen Beitrag zur Verschmutzung der Umwelt. Der Vortrag untersucht den Einsatz der Spraytechnik unter besonderer Berücksichtigung schädigender Stoffe sowie von Materialien, die sich als umwelt- und gesundheitsbelastend erwiesen haben.
Dies ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von:
VDI-Bezirksverein Berlin-Brandenburg e.V. Arbeitskreis Technikgeschichte – Dr.-Ing. Dr. Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer und PD Dr. phil. Stefan Poser
VDI Bezirksverein München, Ober- und Niederbayern e.V. Arbeitskreis Technikgeschichte
VDI Bezirksverein Württembergischer Ingenieurverein e.V. Arbeitskreis Technikgeschichte – Dr. Thomas Wissert