An vier Wochenenden im Sommer verwandelt das Musikfestival DURCHLÜFTEN den Schlüterhof des Humboldt Forums in einen Treffpunkt unter freiem Himmel, ohne Eintritt, an dem sich musikalische Traditionen aus aller Welt entfalten und in der Begegnung mit dem Publikum zu lebendigen Archiven der Kultur werden.
Der Schlüterhof des Berliner Humboldt Forums wird wieder zu einer lebendigen Open-Air-Bühne für globale Musik, kulturellen Austausch und gemeinsames Erleben. Vom 9. Juli bis zum 1. August 2026 präsentiert das Festival an vier Sommerwochenenden 24 Live-Acts und 12 DJs aus aller Welt. Jeden Abend stehen zwei Konzerte auf dem Programm, gefolgt von einem DJ-Set. So entstehen zwölf Nächte voller musikalischer Entdeckungen, Bewegung und Begegnungen im Herzen Berlins – wieder bei freiem Eintritt für alle.
Vom energiegeladenen mauretanischen Wüstenblues und Indigenem Futurismus der Anden über kurdischen Acid-Ritual und afro-kolumbianische Bass-Kosmologien bis zu tansanischer Polyphonie und anatolisch-nordischer Electronika – der Hof wird zum Treffpunkt lebendiger Kulturen.
Tmnit Ghide ist Eritreerin und in Süddeutschland geboren und aufgewachsen. Als DJ, Musikkuratorin und Kulturarbeiterin ist sie an der Schnittstelle von Kunst, Musik und Gemeinschaft tätig.
Sie ist Gründerin mehrerer Plattformen und Initiativen, darunter Edition Dimtsi (Springstoff), ihre Radiosendung DiaspoRa.dio auf res.radio, die Kulturveranstaltungsreihe bun&beats, die eritreische Kultur in den Mittelpunkt stellt, sowie Salon Dimtsi, eine Plattform, die sich dem kollektiven Zuhören widmet. Ihre künstlerische Praxis setzt sich mit gesellschaftspolitischen Fragen auseinander und betrachtet Klang als ein Archiv, durch das kollektive und individuelle Erfahrungen hörbar gemacht werden. Im Jahr 2025 erhielt sie das Kültüregemma-Stipendium in Wien, in dessen Rahmen sie das Black Music Archive (Wien) entwickelt.
Ihre Arbeit beschäftigt sich mit Fragen des kollektiven Gedächtnisses und des kulturellen Erbes und untersucht, wie schwarze Musikgeschichte bewahrt, kontextualisiert und sichtbar gemacht wird. Während ihres Aufenthalts in der Villa Kamogawa in Kyoto (Januar–April 2026) erforschte sie Hörpraktiken in verschiedenen kulturellen Kontexten.