Aus buntem Garn, Stoff und einfachen Sticktechniken entstehen kreative Gesichter, ausdrucksstarke Porträts und textile Kunstwerke. Ob Familie, Fantasiefiguren oder Selbstporträts – mit Farben, Linien und verschiedenen Stichen werden individuelle Geschichten, Identitäten und Perspektiven sichtbar gemacht. Sticken ist eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit und wurde über Jahrtausende hinweg unabhängig voneinander auf allen Kontinenten entwickelt. Von Ägypten über China bis nach Südamerika nutzten Menschen Stickerei, um Zugehörigkeit auszudrücken, Geschichten zu erzählen, Schutzsymbole weiterzugeben und ihre kulturelle Identität sichtbar zu machen. Als „Malen mit der Nadel“ verbindet diese Kunstform bis heute unterschiedliche Traditionen und Lebenswelten. Der Workshop lädt dazu ein, Stickerei neu zu entdecken, traditionelle Rollenbilder aufzubrechen und textile Kunst als offenen kreativen Prozess zu erleben.
Die Angebote richten sich insbesondere an Menschen mit Migrationskompetenz, aber auch an Kunstinteressierte aus der Nachbarschaft sind herzlich willkommen. Auf Nachfrage können die Kurse in Englisch, gegebenfalls auch in anderen Sprachen gehalten werden. Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei. Arbeitsmaterialien sind vorhanden. Für die Kurse sind keine Vorkenntnisse erforderlich, ebenso ist eine Anmeldung nicht notwendig.
Die Förderung erfolgt durch das Bezirksamt Reinickendorf im Rahmen des Integrationsfonds – bezirklichen Nachbarschaftsprogramms aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung. Die Galerie Interkulturell wird kofinanziert von der Europäischen Kommission, gefördert aus dem Programm „Kultur und Bibliotheken im Stadtteil – KUBIST“. resiART & Galerie Interkulturell sind Projekte der Aufwind Berlin gGmbH in Kooperation mit dem Bezirksamt Reinickendorf von Berlin, Fachbereich Kunst und Geschichte.