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Rodeln/Schlittenfahren in Berlin (z.B. Hasenheide, Teufelsberg, Insulaner, Hahneberg, Fischtalpark, Viktoriapark, Rodelberg, Mauerpark, Volkspark)
Berlin Germany - Berlin Germany
Donnerstag 03.02.2011
- Anfangszeit: : Uhr
- Volkspark Friedrichshain
Die Rodelbahn am Kleinen Bunkerberg wirkt auf den ersten Blick geradezu professionell - oben eine steil abfallende "Rinne", unten ein langer Auslauf. An den Seiten ist sie zudem mit Zaunen befestigt, sodass niemand auf die Bahn laufen kann. Der Untergrund ist jedoch dermaßen uneben durch Steine und Wurzeln, dass nur ganz Mutige die Abfahrt wagen. Wie Fabio (8), der unten steht und seinen Eltern zuruft: "Ist gar nicht gefahrlich!" Die Eltern aber schütteln den Kopf und laufen mit dem jüngeren Sohn Noah (5) in Richtung des Larms weiter unten. Auf den unteren Hangen trifft sich halb Prenzlauer Berg - die Kinder rodeln, die Eltern plaudern, und ab und zu gibt es im Gedrangel auch mal Auffahrunfalle...
Lange: Rund 150 Meter
Anfahrt: Am Friedrichshain
Empfehlung: Ab etwa 8 Jahre (oben), Familien mit Kleinkindern
- Volkspark Prenzlauer Berg
Eine der schonsten Bahnen der Stadt: Oben steil, unten ein langer Auslauf, die Bahn ist breit und hat wenig Unebenheiten. Trotzdem ist hier weniger los als im nahen Volkspark.
Lange: 250 Meter
Anfahrt: Oderbruchstraße/ Hohenschonhauser Straße
Empfehlung: Für alle geeignet
- Humboldthain (Wedding) Auch wenn der Bunker steil aufragt - die "Rodelbahnen" unten im Park sind eher sanfte Abhange, an denen sich das Publikum locker verteilt.
Lange: zwischen 5 und 50 Metern
Anfahrt: Brunnenstraße
Empfehlung: Für Familien mit kleineren Kindern
- Mauerpark (Prenzlauer Berg)
Eine echte Rodelbahn gibt es hier nicht, abgefahren wird trotzdem. Wahrend Erwachsene oben auf den Riesenschaukeln das Geschehen beobachten, schlittert der Nachwuchs die kurzen, teilweise steilen Abhange herunter, teilweise auf ausgefallenen "Fahrzeugen" - sogar aufblasbare Schlitten sind darunter. Ganz ungefahrlich ist das nicht, Spazierganger und Schlittenfahrer konnen sich am unteren Spazierweg in die Quere kommen.
Lange: rund 50 Meter
Anfahrt: Eberswalder Straße
Empfehlung: Ab 6 Jahren
- Rodelberg (Treptow)
Der Rodelberg ist sogar im Stadtplan verzeichnet und er halt, was er verspricht: Es gibt verschiedene Abfahrten von dem kleinen Hügel, manche sind steil, andere einfach zu bewaltigen.
Lange: bis ca. 20 Meter
Anfahrt: Rodelbergweg (nahe Baumschulenweg)
Empfehlung: Familien mit kleinen Kindern, Kinder ab 6 Jahren
- Viktoriapark (Kreuzberg) Rodeln international - der Viktoriapark unterm historischen "Kreuzberg" ist der Treffpunkt für alle Kreuzberger, ob mit Schlitten, mit Hund oder einfach mit der Sehnsucht nach Winter. Entsprechend voll ist es manchmal - aber die Piste ist breit, und es gibt nur eine etwas steilere Stelle.
Lange: je rund 50 Meter
Anfahrt: Kreuzbergstraße
Empfehlung: Kinder ab 6 Jahren
- Hasenheide (Neukolln) Angesagteste Pistenfahrzeuge: Skateboards ohne Rader. Zum Rodeln eignen sich jedoch nur die unteren Wiesen, die hochste Erhebung ist rundum mit Büschen und Baumen bewachsen, und der Spazierweg hat Stufen.
Lange: ca. 20 Meter
Anfahrt: Hasenheide
Empfehlung: Für alle geeignet
- Fischtalpark (Zehlendorf) Ein extra angelegter Rodelhügel ist die Startrampe, von der aus man fast bis zu einem kleinen Teich fahren kann - die Senke ist geformt wie ein Trichter. Auf der gegenüberliegenden Seite startet man aus einem kleinen Birkenhain. Weil die Hange zumeist nicht sehr steil sind, konnen hier alle fahren, auch kleinere Kinder. Tim (4) aus Zehlendorf ist mit seinen Eltern zum ersten Mal hier. Sie sind gerade hergezogen. Besonders freuen sie sich über die Schneelandschaft und den Rodelspaß. "Auf dem Rodelhügel war es mir zu schnell", erklart Tim. "Jetzt probieren wir es drüben bei den Birken. Das ist echt so super hier!"
Lange: Ca. 150 Meter
Anfahrt: Onkel-Tom-Straße
Empfehlung: Für Familien mit kleineren Kindern geeignet
- Teufelsberg (Charlottenburg) Gleich mehrere Rodelbahnen hat der 115 Meter hohe Trümmerberg. Sie sind berüchtigt. Die drei großeren sollten nur in Begleitung Erwachsener befahren werden. Einige schmale Bahnen gehen die Hange hinab und werden durch Gestrüpp links und rechts begrenzt. Alle sind unterschiedlich gefahrlich, aber natürlich gilt auch hier: je vereister, desto gefahrlicher. Noch sind die Pisten gut bedeckt und wenig abgefahren. Emil (3) und Anton (6) aus Westend freuen sich über den vielen Schnee, der über Nacht gefallen ist. Sie haben einen Heidenspaß beim Schlittenfahren mit ihren Eltern Jan und Thiut Schmidt. Zwei der sieben Rodelbahnen haben sie ausprobiert. Einmal saßen sie zu viert auf dem Schlitten. "Auch wenn es noch nicht vereist ist, sind wir trotzdem sehr vorsichtig, denn man wird sehr schnell, und die Kurven sind nicht einsehbar", sagt die Mutter Thiut.
Lange: zwischen 100 und 400 Metern
Anfahrt: Teufelsseechaussee
Empfehlung: Die meisten Bahnen sind für jedes Alter geeignet, einige aber erst ab 12 Jahren.
- Hahneberg (Spandau) Eine der langsten Rodelbahnen Berlins zieht sich hier um den Hügel herum. Sie ist über einen halben Kilometer lang und wird ziemlich schnell, obwohl sie nicht sehr steil ist. Eine kleinere Bahn in der Nahe gibt es auch - für kleinere Kinder ist sie gut geeignet.
Lange: ca. 600 Meter
Anfahrt: Heerstraße, Ecke Reimerweg
Empfehlung: Gute Familienpiste für jedes Alter, mit angrenzender Bahn für kleinere Kinder
- Insulaner (Schoneberg) Für Frühaufsteher: Nachmittags kann es hier ziemlich voll werden. Bis zu zehn Minuten muss man anstehen, um hinunterzufahren. Denn hier geht es nur der Reihe nach. Unfalle in der Vergangenheit haben gezeigt, dass es sich so am sichersten rodelt. Dafür lohnt sich das Warten. Denn die Bahn ist breit, hat das perfekte Gefalle und macht eine große Kurve. So wird man zwar schnell, kollidiert aber nicht mit den Schlittenfahrern, die auf dem Weg nach oben sind. Auch einen kleineren Hügel gibt es, mit einer fünfzehn Meter langen Bahn.
Lange: ca. 300 Meter
Anfahrt: Prellerweg
Empfehlung: Die große Bahn für Kinder ab 10 Jahren
- Thielpark (Dahlem) Bei den Zehlendorfern ist er besser bekannt als "Schwarzer Grund". Zwei sehr unterschiedliche Rodelhange gibt es. Der nordliche ist sehr steil und kurz - er hat es in sich. Er endet in einer tiefen Senke und Schlittenfahrer haben keine lange Auslaufmoglichkeit. Richtung Süden, kurz vor dem U-Bahnhof Thielplatz, gibt es einen flacheren Hügel. Vom Bürgersteig der Lohleinstraße aus führt die Bahn Richtung Fichtenwaldchen. Es geht nicht besonders schnell, dafür lauft der Schlitten lange aus.
Lange: ca. 30 Meter und 100 Meter
Anfahrt: Lohleinstraße oder Gelfertstraße
Empfehlung: Hang für Kinder ab 12 Jahren; Hügel für Kinder ab vier Jahren
Quelle: Berliner Morgenpost, Silvester/Neujahr 2009
Viktoriapark
Die Hügel im Kreuzberger Park werden vor allem von Familien mit Kindern befahren. Die Steigung ist maßig und deshalb auch für die Kleinsten geeignet.
Volkspark Friedrichshain
Kleiner (48 Meter) und großer Bunkerberg (78 Meter) bieten recht steile, dafür aber auch kurze Abfahrten.
Grunewald
Der Teufelsberg (knapp 115 Meter) hat eine lange Piste und ist wohl der bekannteste Rodelberg Berlins. Mitunter ist der Trümmerhügel ziemlich steil.
Insulaner
Der Stolz der Schoneberger liegt an der Westseite des 75 Meter hohen Insulaners. Die Rodelbahn ist eine breite Flache und geht etwa 220 Meter den Hang hinunter.
Freizeitpark Lübars
Diese Pisten in Reinickendorf gehoren wohl zu den anspruchvollsten. Zwischen 45 und 500 Meter lasst es sich mit Schlitten, Skis und Snowboard fahren.
Hahneberg in Spandau
Der künstliche Hügel ist etwa 45 Meter hoch und entstand durch das Zuschütten einer Kiesgrube, in die Bauschutt aufgehauft wurde.
Volkspark Prenzlauer Berg
Der Dreifachgipfel des Trümmerbergs ist an seiner hochsten Stelle 91 Meter hoch.
Onkel-Tom-Straße
Die Rodelbahn in Zehlendorf ist von mehreren Waldwegen nordlich der Riemeisterstraße zu erreichen und hat ein ordentliches Gefalle.
Volkspark Mariendorf
Der Rodelberg im Bezirk Tempelhof-Schoneberg liegt inmitten dreier Seen und ist etwa 60 Meter hoch.
Volkspark Humboldthain
Die Humboldthohe in Wedding ist ein etwa 85 Meter hoher Trümmerberg.
Quelle: Berliner Morgenpost 2. Januar 2009
"Auf einem Brett einen Schneehügel herunterschlittern kann jeder. Der Trend in diesem Jahr ist, dem Skateboard die Rader abzuschrauben und es so zu einem Snowboard umzufunktionieren. Das zumindest machen Jugendliche, die in der Hasenheide in Neukolln den Hügel herunterrodeln. Rodeln ist ein beinahe kostenloser Freizeitsport, der auch nicht an Eintrittszeiten gebunden ist. Eine Empfehlung dafür ist der Fischtalpark in Zehlendorf. Der ist mit der U-Bahn (Onkel-Toms-Hütte, Oskar-Helene-Heim) gut zu erreichen. Die Startrampe der Rodelbahn liegt auf der linken Seite, vom Eingang aus gesehen. Doch Vorsicht: Wegen des Bodenfrostes ist sie am Anfang sehr schnell. Wenn die Kinder genug gerodelt haben, gibt es am anderen Ende einen Spielplatz.
Im Viktoriapark in Kreuzberg liegt der Rodelhügel auf der Ecke zwischen Katzbachstraße und Kreuzbergstraße. Er ist vor allem für kleinere Kinder sehr gut geeignet, da er ganz sanft abfallt. Sobald der Schnee liegen bleibt, gibt es einen Stand, an dem heißer Tee verkauft wird. Die Laternen am Ende des Hügels sind bereits jetzt mit Laubsacken umstellt, als Puffer für die Schlitten oder Snowboards."
Quelle: Berliner Morgenpost, 20.12.09
von: Andrea