Kulturlab lädt ein: Interkulturelle Yalda-Feier Der iranische Kulturkreis kennt vier große Feste. Zwei davon werden auch heute noch gefeiert. Neben dem Frühlingsanfang spielt vor allem die Wintersonnenwende im Dezember “Shab-e-Yalda” eine bedeutende Rolle. Der einheimische Name des Festes ist Schab-e Tschelle(h) und bedeutet “Nacht der Vierzig (Tage)”. Der Name ist ein Verweis auf die ersten vierzig Tage des Winters. Traditionell treffen sich in der längsten Nacht des Jahres alle Mitglieder einer Familie. Am Abend werden traditionell Granatapfel, Wassermelone und trockene Früchte verzehrt. Die Festelemente variieren von Region zu Region. Das Vorlesen und die gleichzeitige Schicksalsdeutung aus der Gedichtesammlung des berühmten Dichters Hafiz ist jedoch eine Pflicht, die keinesfalls weggelassen oder vergessen werden darf. Im mittelaramäischen Dialekt, den die Ostkirche benutzte, bedeutet Yalda übersetzt "Geburt" und wird als Begriff für die Geburt Christi verwendet. Wann und wo dieser eigentlich christliche Begriff ins Persische übernommen wurde, ist nicht bekannt. Jedoch wurde in der früheren christlichen Kirche Heiligabend bereits zur Wintersonnenwende zelebriert.
das Program: 18:00: Einlass 18:30-19:15 Uhr: Lesung auf Deutsch und Farsi aus dem Buch "Feuer auf der Zunge" (persische Gedichte, ausgewählt und illustriert von Jamin Tank) 19:15-20:15 Uhr: Raum für Begegnung und Faal-e-Hafez (Schicksalsdeutung aus dem Gedichtsband von Hafez) sowie persische Speisen und Yalda Nascherei 20:15 Uhr: iranische Filmvorstellung mit englischem Untertitel : "Wie viel Uhr ist es in Deiner Welt?" Der Eintritt ist frei aber über Spenden freuen wir uns