Schwarzes Schaf erzählt von Nicola, der 35 Jahre lang im Irrenhaus verbracht hat. Dorthin kann man zufällig oder aus Versehen geraten. Ist einer schon verrückt, nur weil er mitten im Sommer, wenn alle fröhlich sind, plötzlich in düstere Stimmung fällt? Wenn einer Angst hat im Dunkeln, manchmal auch am Tag? Was ist normal? Auf welch’ dünnem Seil geht unsere Vernunft spazieren? – Nicola wird in den fabelhaften sechziger Jahren geboren und früher brachte seine Oma ihn in die Schule und der Lehrerin ein frisches Ei aus dem Hühnerstall. Nicola saß in der letzten Bank und war in der Klasse das schwarze Schaf. Später bringt die Oma ihn zu den Verrückten, aber einmal auch ans Meer… Man liest, was Nicola berichtet, über sich selbst und die anderen Insassen – zunächst mit dem Wohlwollen dessen, der vermutet, er sei kein schwarzes Schaf. Dann verschwindet diese Sicherheit. Wer ist nun verrückt, die Bewohner des Irrenhauses oder die anderen, die draußen leben? Nicola in der Anstalt oder das Mädchen an der Supermarktkasse? Beide werden andauernd überwacht und tun immer dasselbe. Aber am Ende der Geschichte dürfen wir mit Nicola befreit durchatmen und – lachen.
Ascanio Celestini, geboren 1972 in Rom, ist Autor, Schauspieler, Regisseur, Sänger und in Italien ein Star. Schwarzes Schaf ist sein erstes auf Deutsch erschienenes Buch. Es wurde 2010 von und mit ihm verfilmt.
Veranstaltet von: Istituto Italiano di Cultura Berlino
In Zusammenarbeit mit: Buchhandlung Mondolibro und Wagenbach Verlag
Anmeldung erbeten: antwort.iicberlino@esteri.it