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Lena - la Reine de Mont Parnasse --- Text. Musik. Sommerabend. - live.
Einschränkung: Eintritt frei
Freitag 09.08.2013
- Anfangszeit: 20:30 Uhr
Lena - la Reine de Mont Parnasse
Text. Musik. Sommerabend. - live.
Friedhofskapelle
"Lenas Begräbnis war auf dem Friedhof Mont Parnasse, ziemlich unter ihren Fenstern. In der Urne, die früher in ihrem Atelier gestanden hatte, war, was von ihr übrig war: Etwas Sand, Asche, verbranntes Leder, ein kleiner schwarzer Scherben, ein Hufnagel."
Ruth Landshoff-Yorck - Roman einer Tänzerin, 1933
Musik von Benjamin Britten, Antal Doráti
Textauswahl, Stimme: Britta Jürgs
Musikauswahl, Oboe: Luise Haugk Ruth Landshoff-Yorck (1904-66), in Berlin geboren, spielte als Kind mit Thomas Mann und Gerhart Hauptmann, auf der Gitarre von Josef Kainz und in Nosferatu für Murnau. Die Nichte des Verlegers Samuel Fischer war in der Gesellschaft der Weimarer Republik eine prominente Figur des Berliner Kulturlebens.
In dem "Roman einer Tänzerin" reflektiert sie die temporeiche Dynamik der Moderne, in allen Facetten von Leben und Tod der Ausdrucktänzerin Lena, von der es hieß, sie habe getanzt, "weil sie es wollte, nicht weil sie es konnte" und zeichnet das Porträt einer bis zur Selbstzerstörung experimentierfreudigen Frau.Umbruch und Transformation charakterisieren auch die Sechs Metamorphosen Benjamin Brittens nach Ovid. Ovid beschreibt das Werden der Welt als Folge von Grenzüberschreitungen, Verwandlungen, Eingriffen höherer Gewalten.Antal Doráti, ungarischer Kosmopolit und Kind der Moderne, fing die Stimmung dieser Zeit in seinen 5 Stücken für Oboe solo ein.
Die Veröffentlichung des Buchs "Roman einer Tänzerin" wurde durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten verhindert. Die Druckfahnen nahm die Autorin mit in ihr amerikanisches Exil. Ihr "Roman einer Tänzerin" erschien erstmals 2002. " >>Lena ist das größte Biest<<, sagten die Freunde und lächelten, aber obwohl es kritisch war, lag nicht die geringste Ablehnung darin, sondern eher Lob. Deutlich ein Biest zu sein ist am Mont-Parnasse immer noch besser, als undeutlich zum Beispiel eine Dame zu sein." R.L.-Y.
von: trj