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oca gallery berlin/ tom ackermann / rodeo drive /malerei

potsdamer str. 53-55 10785 Berlin - zum Stadtplan
Samstag 07.09.2013 bis Samstag 02.11.2013 - Anfangszeit: 13:00 Uhr
Kategorie: Kunst
 

ausstellung vom 7. september bis 2. november 2013
geöffnet: mi-fr 13-19 uhr, sa 12-18 uhr
sonderöffnungszeiten: berlin art week 17. – 22. september 2013 | Di – So 12 – 20 h




tom ackermann malt. seine bilder sind bisweilen wie ein banaler schnappschuß aus der welt des vergnüglichen zeitvertreibs in einer arena, in der monstertrucks ihr anarchisch zerstörerisches werk verrichten.  oder sie erinnern an die stimmung am gatter eines rodeoplatzes, auf dem sich gerade der stier seines reiters entledigt hat. in der ausstellung »rodeo drive« zeigt ackermann neue arbeiten, die sich augenscheinlich mit dem vergnügen und der studie der bewegung beschäftigen.

 

mit expressivem, zuweilen pastösem auftrag in seiner kraftvollen farbkomposition, versteckt sich tom ackermann aber nicht hinter dem profanen freizeitvergnügen. seine bilder erzählen vom dominieren und dem dasein des unterdrückten, wenn sich der monstertruck über die in stillem gehorsam aufgereihten und schon in die tage gekommenen kleinfahrzeuge hermacht. er erzählt von abwehr und befreiung, wenn der bulle im rodeo seinen reiter abwirft und ihm noch kräftig hinterhertritt. anders als in der corrida, in der es final um tod oder leben geht, und in welcher der verlierer, egal welchen ausgang der kampf auch nimmt, feststeht. auch wenn beim rodeo diese befreiung nur von kurzer dauer ist, ist sie letztlich ein sinnbild für den täglichen versuch der entledigung dessen, was uns knebelt. auch wenn die ketten immer neu angelegt werden. uns selbst ist dabei die rolle des unbeteiligten zuschauers zugewiesen, wir staunen, sind entsetzt, wenn der reiter im hohen bogen auf den boden der arena trifft, und applaudieren frenetisch, wenn der reiter das tier für wenige sekunden bezwingt.

 

aber irgendwie ist rodeo drive auch ein synonym für das, was wir heute kunstmarkt nennen. war er bis vor wenigen jahrzehnten noch ein sumpfiger trampelpfad, so gehört er heute zu den teuersten adressen der welt. ungeachtet dessen, ob all das, was man dort erwerben kann, auch den preis wert ist, den man auszeichnet.

 

geboren 1984 in gera, studium der freien kunst an der bauhaus-universität weimar, abschluß 2011. lebt und arbeitet in weimar und leipzig.

 

von: ocagallery

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