Im letzten Teil des Austauschprojektes „kunst | tandem“ beschäftigen sich Bo Soremsky, Grafiker und Illustrator aus Berlin und Heiko Mattausch, Maler und Zeichner aus Leipzig mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Neukölln und dessen Imagewandel.
So machte dieser Bezirk bis vor wenigen Jahren vornehmlich durch Negativschlagzeilen in punkto Armut, Kriminalität und bildungsferne Parallelgesellschaften auf sich aufmerksam. Mittlerweile gilt Neukölln als In-Viertel und Wahlheimat für eine ständig steigende Zahl von Studenten und Kreativen aus aller Welt, doch gleichzeitig entwickelt sich dieser Prozess auch zu einer Gefahr für Teile der Bevölkerung.
In ihrer gemeinsamen zeichnerischen Arbeit setzen sich nun beide Künstler mit der einseitigen Berichterstattung und den dabei auftretenden Klischees auseinander. Auch durch die räumliche Trennung zwischen den Tandem-Partnern sind die Rollen klar verteilt: Während Heiko Mattausch sich auf ein medial transportiertes Image bezieht, zeichnet Bo Soremsky ein inneres Bild des Stadtteils.
Kuratiert von Susann Kramer
Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kultur / Bezirksamt Neukölln