Im Oktober 2012 reist Fred Csupor an die amerikanische Westküste, um als Fotograf mit einer 4x5 Feldkamera zu arbeiten. Durch die vorherrschenden Klischees geprägt, hat er es sich zur Aufgabe gemacht eine Realität zu dokumentieren, die sich unaufhaltsam weiterentwickelt. Am 3. Tag seiner Reise wurden in San Francisco sein Material und sämtlicher Kamerazubehör aus seinem Auto gestohlen. Bei der Bestandsaufnahme stellte sich heraus, das alles, bis auf eine silberne Kompaktkamera verschwunden war. Nachdem die obligatiorischen verwaltungstechnischen und rechtlichen Schritte eingeleitet waren beginnt ein Abenteuer, das sich quer über das ganze Land vollzieht.
Eine Reise, die anfangs noch ein klares Ziel hatte, wird nun zu einer sinnlosen Suche getrieben von einer absurden Logik, bei der sich die Bilder mit jedem neuen Erlebnis vermehren.Mit einer 24x36 vollautomatischen Kompaktkamera bewaffnet, reist Fred Csupor durch das mit Klischees behaftete Westamerika, hin-und hergerissen zwischen dem Wunsch alles zu dokumentieren und der Suche nach einem Ausdrucksmittel. Mit einer Ästhetik, die man definitiv als Snapshot bezeichnen kann, gibt er seinem Eindruck von den USA eine subjektive Note. Die Fotografien bezeugen die Vielfalt der Realität und die Schwierigkeit einer Reise, die kritisch und introspektiv zugleich ist.