Das Trio KeKe spielt sich einmal um den musikalischen Erdball und zurück. Mit der eigenen musikalischen Tradition und Ausbildung im Gepäck, musizieren sich die 3 Frauen kammermusikalisch mit der transsibirischen Eisenbahn zum Kaukasus ebenso, wie über den Ozean nach Westafrika. Dabei geht es den Musikerinnen weniger um eine getreue Nachahmung transatlantischer Musikstile, sondern um eine assoziative Verschränkung musikalischer Ideen, deren Anleihen sie sowohl aus improvisierter, wie Neuer Musik, (Free) Jazz oder eben Weltmusik nehmen. Die Neugier am Fremden bietet eine für uns wichtige künstlerische Inspirationsquelle, denn im subjektiven Blickwinkel auf das Andere spiegeln wir uns selbst wider. Die Eigenkompositionen reflektieren diese philosophisch-ethnologische Sichtweise und verknüpfen diese mit musikalischen Gedanken über uns selbst und unsere Traditionen. Filigran werden kompositorische Bruchstücke improvisatorisch wiederverwertet, umgedeutet, verfremdet. Die oftmals ungeraden Taktarten erfordern von den Instrumentalistinnen eine hohe rhythmische Eigenständigkeit, die gleichzeitig interaktiv bleibt. Das gleichberechtigte Spiel dreier Instrumente, in dem traditionelle Funktionen ständig aufgelöst werden können, schafft den Raum dazu, neue Klänge und Spielweisen zu entdecken.