Matthias Wippenbeck aus Backnang stellt in einer Gemeinschaftsausstellung mit Ursula Gupta seine Bilder bei Reha-Steglitz aus. Im Spiel mit leuchtenden Farben schaffen die Künstler Gedanken, Stimmungen und Welten. So ist auch der Titel der Ausstellung.Die Bilder von Matthias Wippenbeck umfassen einen Zeitraum von sieben Jahren. Anlass zum Malen war für ihn eine schwere Krebserkrankung, deren akute Phase über drei Jahre ging. Nach einer kräftezehrenden Behandlung kehrte die Krankheit nach kurzer Zeit zurück. Eine Stammzellentransplantation wurde zur letzten Hoffnung. Matthias Wippenbeck nimmt den Betrachter mit durch diese schwere Zeit. Die Bilder sind mit erläuternden Texten versehen, die wie ein Tagebuch Einblicke in die verschiedenen Phasen der Erkrankung ermöglichen.Das Malen war für Matthias Wippenbeck Auseinandersetzung mit der Krankheit und Therapie. In seinen Bildern verlieh er seinen Gedanken und Gefühlen Ausdruck. Auf das Malen konzentriert, fand er innere Ruhe und spürte die Kraft der Farben. Nach der akuten Phase der Krankheit wird das Format der Bilder mit zunehmender Lebenskraft größer und die Themen ändern sich; Sinn- und Lebensfragen stehen nun im Vordergrund. In allen Bildern ist der Elefant dabei. Er steht oft für den Künstler selbst und ist ein Symbol für Mut, Stärke und Stabilität - er wagt sich vor, bunte Punkte aus seinem Rüssel prustend, sprengt er Mauern und geht seinen Weg.Die farbenfrohen Bilder ermutigen, sie machen nachdenklich und spiegeln viel Lebensfreude. Sie regen dazu an, sich in Bewegung zu setzen und damit Angst und Verzweiflung zu überwinden.