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sozial-ökologisches Freiluftkino im Gemeinschaftsgarten himmelbeet. Film:Die Piroge

Ruheplatzstr. 12 13347 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Der Eintrittspreis ist nach eigenem Ermessen wählbar.
Donnerstag 13.08.2015 - Anfangszeit: 20:30 Uhr
Kategorie: Kino

Wir zeigen Euch an zwei Abenden im August Filme im himmelbeet-Gemeinschaftsgarten. In lauer Sommernacht sitzen wir gemütlich in Liegestühlen zusammen und schauen uns auf der Leinwand unter freiem Himmel berührende und nachdenklich machende Filme an. Freiluftkino, das bewegt.
Kommt dazu! Bleibt wissbegierig! Die Vorführung beginnt um jeweils 21 Uhr. Einlass ist ab 20:30 Uhr
Der Eintrittspreis ist nach eigenem Ermessen wählbar.
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Himmelbeet-Gartenfilmreihe #2:
Die Piroge
(von Moussa Touré, Senegal, Frankreich, Deutschland) Heiße Zeiten. Die Debatte um Flucht und Zuwanderung kocht derzeit hoch. Die himmelbeet-Gartenfilmreihe befasst sich auch mit dem Thema: mit einem klaren, eindrucksvollen Film über genau die Menschen, die in Booten über's Meer flüchten und dabei ihr Leben auf's Spiel setzen. Über den Film:
„La Pirogue" erzählt von dem Fischer Baye Laye, der sich widerwillig als Kapitän anheuern lässt, um eine Gruppe von Migranten über den Atlantik zu den Kanarischen Inseln zu bringen. In einem schlichten Motorboot, das eigentlich für den Fischfang in Küstengewässern gebaut ist, mit einem Minimum an Ausrüstung und Know-how. An Bord befinden sich dreißig Männer unterschiedlicher Herkunft, die sich kaum verständigen können, darunter auch der Schlepper Lansana und Baye Layes jüngerer Bruder Abou. Sie alle haben teuer bezahlt für die Überfahrt. Sie alle haben Pläne, träumen von Karrieren als Fußballer und Musiker oder einfach nur davon, auf einer spanischen Gemüseplantage ein vernünftiges Auskommen zu finden. Und sie haben Angst. Der Film erhellt in klaren, eindrucksvollen, doch nie reißerischen Bildern, was hinter all den Zahlen über Flüchtlinge steckt. Man erfährt viel in diesem Film: Über die Beziehungen zwischen Auswanderern und Zurückgebliebenen, über die keineswegs irrationale Ökonomie der Migration, die auch Geld ins Heimatland zurückspült, über die Vorstellungen, die die Migranten von ihrem künftigen Leben haben. Und man spürt, was es heißt, auf die einfachsten Dinge zurückgeworfen zu sein: Wie reagieren, wenn Wasser und Benzin knapp werden, wie schlafen auf einer schmalen Holzpritsche, wie Mensch bleiben, wenn sich alles aufs schiere Überleben reduziert? Auf kleinstem Raum entfaltet „La Pirogue" ein großes Drama: das von Millionen Menschen, die in unserer Welt ungleich verteilter Güter um Lebenschancen kämpfen.

von: himmelbeet

Bilder aus Berlin