Die aktuelle Austeritätspolitik, die in Europa die weitere Demokratisierung der europäischen Institutionen blockiert und die soziale Ungleichheit verschärft, schafft eine No-win-Situation für eine ganze Generation von Aktivisten. In ihrem neuen Buch rückt Naomi Klein die Klimapolitik in den Mittelpunkt ihrer Kritik und behandelt ausführlich die Forschungen zur globalen Erwärmung als Argument für einen tiefgreifenden Politikwandel, der aber bisher nicht stattfindet. „Ich habe mal als brave Sozialdemokratin angefangen, aber die neuere Klimaforschung hat meine Position verändert." Sie beobachtet, dass selbst in einem Land wie Deutschland, das seit längerem vergleichsweise stark auf ökologische Innovationen setzt, die Emissionen nicht signifikant sinken, u.a. weil die Energieerzeugung aus Kohle nicht aufgegeben und tradierte Verhaltensmuster nicht umgebaut werden. Die notwendigen radikalen Emissionskürzungen kollidieren mit einem ökonomischen Modell, das weiterhin auf kurzfristiges Wachstum angelegt ist. Kapitalismus steht prinzipiell gegen Klimapolitik, so Naomi Klein, aber ein Kapitalismus in der Krise verschärft diesen Konflikt. Gibt es Auswege aus diesem Zirkel?
Vortrag und Diskussion mit Dr. Wolfgang Lenk
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine kurze Anmeldung ist erwünscht. Infos im Bildungswerk: Birgit Guth, guth@bildungswerk-boell.de
Die Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.