Wir wollen an diesem Tag unseren Blick auf die Verhältnisse und Gegebenheiten des nördlichen Argentinien richten, in die Provinz Santiago del Estero. Es ist eine Region, die von der Welt fast vergessen worden ist. Hier kämpfen indigene Gemeinden mit großem Erfolg gegen den Landraub multinationaler Konzerne. Der Landraub (Landgrabbing) ist ein internationales Phänomen und die Tatsache, dass in dem von der Welt vergessenen Santiago del Estero dieser Landraub am klug organisierten Widerstand der Indigenen scheitert, das muss internationale Beachtung finden.Die indigenen Gemeinden haben sich in ihrem Widerstand gegen MONSANTO und Co. mit all jenen Fragen beschäftigen müssen, die auch in Europa höchste Relevanz haben. Wie schaffen wir hierarchiefreie aber wirksame Organisationen für Widerstand und Entwicklung? Wie lassen sich divergierende Interessen bündeln? Gibt es Hoffnung auf eine postkapitalistische Welt und warum lohnt diese Hoffnung?
Zwei Kinodokumentationen werden uns in Windeseile und Non-Stop nach Santiago del Estero bringen: „Sachamanta" (Special Mention / Festival delle Terre 2013) und „Ohne Rast. Ohne Eile." (2015). Vor, zwischen und nach den Filmen werden wir viel Raum haben, die Menschen und ihre Region in Beziehung zu bringen mit unseren eigenen Erfahrungen, Einsichten und Hoffnungen.Dabei werden auch die Entstehungsgeschichte der Filme, das partizipative Konzept der Arbeit der Kameradisten und die Verbreitung der Filme nach dem Prinzip des Schwarmverleihs erläutert werden.
Mehr Infos über die Filme, deren Rezensionen und die Gruppe findet ihr unter (www.kameradisten.org)Eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
Diese Veranstaltung wird realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin Teilnahme frei.
Teilnehmer_innenzahl: max. 20 Personen Anmeldung unter: global@bildungswerk-boell.de