Freitagskreis in der Auferstehungskirche mit Andacht
Vielleicht machen wir etwas zum Advent. Es wäre schön, wenn Reiner sein Instrument mitbringt.
Das wird von mir nicht nur in diesem Jahr, sondern überhaupt die letzte Veranstaltung.
Die Zahl der Teilnehmer ist leider zu gering, als dass ich dieses Angebot aufrechterhalten möchte. Es gab den Vorschlag im Gottesdienst mehr persönlich Werbung für den Kreis zu machen. Ich bin allerdings kein sehr häufiger Besucher in den Gottesdiensten und habe auch oft die Gelegenheit verpasst.
Meine angedachte Zielgruppe waren aber eigentlich auch gerade Leute, die vielleicht nicht so oft in den Gottesdienst gehen. Suchende, die sich, wie ich, nicht mehr von den kirchlichen Traditionen angesprochen fühlen aber trotzdem Glauben leben möchten. Vielleicht gibt es diese Zielgruppe so nicht oder ich habe diese Zielgruppe einfach nicht erreicht.
Die Abende haben mir immer etwas gebracht, selbst wenn ich mal ganz allein vor der verschlossenen Tür stand. So intensiv hätte ich mich ohne den Freitagskreis nicht mit manchen Themen beschäftigt. Die Andacht hat mir Zeit für mich und Gott gegeben. Mit Dirk und Reiner hatte ich treue Begleiter. Für all das bin ich Gott dankbar.
Trotzdem ist nun nach fast einem Jahr die Zeit sich einzugestehen, das ursprüngliche Ziel nicht erreicht zu haben. Für Gebet und Andacht gibt es auch andere Angebote z.B. den Taizé-Abend in Samariter oder den Gebetsabend in der Philippusgemeinde (Christburger str.). Eventuell ist es besser bestehende Gruppen zu unterstützen als noch eine weitere mit sehr wenigen Leuten zu Gründen.
Ich würde mich gerne mit Menschen frei über Glaubensthemen unterhalten. Leider ist das schwierig, weil die Einen Angst haben, dass man Sie gegen Ihren Willen von etwas überzeugen will und die Anderen sehr überzeugt vom einzigen Weg zum Heil nur in eine Richtung offen sind. Viele scheinen aber auch überhaupt keinen Bedarf jenseits der Materie zu haben. Ich finde das erstaunlich, da wir hier im Weltvergleich einen eindeutigen Überschuss an materiellen Dingen haben.