"
Wer-nie-sah, der kann doch fühlen"
ist eine Ausstellung, deren Titel keineswegs eine tröstende Ermutigung für sehbehinderte
Mitmenschen vermitteln soll. Vielmehr ist beabsichtigt, den im Empfinden zu Recht so bedeutenden
und im Umfang der Wahrnehmung maßgeblichen Sehsinn um den Sinn des Fühlens, Tastens,
„Begreifens“ zu bereichern. Manche Dinge lassen sich einfach durch das Sehen nicht allein
„begreifen“. So wie der Erschaffer der ausgestellten Objekte während der Arbeit immer wieder über
Wölbungen, Ecken, Scharten, Rinnen, Kuhlen streicht, bittet er nun den Betrachter, es ihm
nachzutun, seinen Gesichtssinn um den des Tastens, Fühlens zu bereichern. Das Fühlen und Gefühl
dann ineinanderfließen können, ist Hoffnung, Anliegen der Ausstellung.
Die ausgestellten Objekte sind vornehmlich Skulpturen und Reliefs aus verschiedenen Holzarten.
Die Motive sind entweder Eigenschöpfungen oder anverwandelte und damit vom Erschaffer
angenommene. Die Bandbreite der Anverwandelungen reicht dabei von der Renaissance bis in das
zwanzigste Jahrhundert. Wichtig war bei deren Auswahl (eher unbewußt) lediglich die Möglichkeit
oder der Willen des Annehmens des Motivs, wieder das Gefühl.
Und damit: Please touch!
Wer-nie-sah
Eröffnung:
Freitag, 26. Februar 2016, 20 Uhr
der kann doch fühlen
Ausstellung:
27. Februar - 27. März 2016
Dienstag - Samstag ab 19 Uhr
und nach Vereinbarung
WerkStadt Berlin e.V.
Emser Straße 124, 12051 Berlin - Neukölln