Wie Ressourcenabbau und Megaprojekte Menschenrechte und Verteilungskonflikte in Tansania beeinflussen
Tansanische Aktivisten haben "Sold"-Schilder entlang des berühmten Coco Beach in Dar-es-Salaam aufgestellt. Foto: Oxfam East Africa, flickr, CC BY 2.0
Tansania boomt: Seit mehr als 10 Jahren wächst Tansanias Wirtschaft kontinuierlich auf hohem Niveau. Lange wurde dieser Aufschwung von kleinen Unternehmen und dem blühenden Mobilfunkmarkt getragen. Jedoch spielen in den letzten Jahren zunehmend infrastrukturelle, agrarindustrielle und rohstoffbasierte Megaprojekte eine Rolle: der geplante Megahafen in Bagamoyo, der landwirtschaftliche Wachstumskorridor SAGCOT oder der geplante Uranabbau im Selous Nationalpark sind nur einige solcher Projekte. Doch wer sind die Nutznießer dieser Großprojekte und welchen Preis zahlt Tansanias Bevölkerung und seine Umwelt? Während Tansanias Regierung sich von solchen Projekten Steuereinnahmen und ein großes Entwicklungspotenzial verspricht, führen geringe Partizipation, mangelnde Transparenz und Menschenrechtsverletzungen zu zivilgesellschaftlicher Kritik und lokalen Widerständen. Welche Verantwortung haben wirtschaftliche, politische und zivilgesellschaftliche Akteure? Und welche Rolle spielen ökologische, verteilungsgerechte und menschenrechtliche Aspekte in der Diskussion um Rohstoffabbau, Ressourcenzugang und Megaprojekte? Diese Fragen wollen wir anhand von Fallbeispielen diskutieren und mit Ihnen über die Chancen und Risiken von Großprojekten im Allgemeinen debattieren und insbesondere die Menschenrechtssituation in Tansania unter die Lupe nehmen.Es sind folgende Podien und Workshops geplant:Resource politics on national level after one year of President MagufuliUranium and community resistance and civil society effortsOil and gas in TanzaniaSAGCOT and the impacts on right to food
Der Studientag ist ein gemeinsames Projekt des Tanzania-Network in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und findet in Deutsch und Englisch statt. Eine Übersetzung wird gestellt.