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Stummfilmkonzert mit Stephan Graf v. Bothmer - Tagebuch einer Verlorenen

Kolonnenstraße 24-25 10829 Berlin - zum Stadtplan
Dienstag 08.11.2016 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kino
Kino in der Friedhofskapelle
Tagebuch einer Verlorenen Von G.W. Pabst D 1929
Ein Film, der nach seiner Uraufführung im Oktober 1929 in Berlin für einen Skandal sorgte: Nach Beschwerden bezüglich der „entsittlichenden Wirkung des Bildstreifens“ wurde die Zulassung des Films durch die Filmoberprüfstelle widerrufen, er wurde verboten. Die Handlung: Thymian wird vom Freund ihres Vaters schwanger und zur Strafe in ein Heim gesteckt. Für das junge Mädchen beginnt ein Spießrutenlauf, der sie schlussendlich ins Bordell führt. Doch das Schicksal meint es anders mit ihr. Regisseur G. W. Pabst verzichtet auf große Effekte und setzt stattdessen voll und ganz auf Louise Brooks. Zu Recht, denn sie macht sie den Zuschauer überzeugend zum heimlichen Komplizen der erwachenden Sexualität von Thymian. Ein Kritiker des „Berliner Tageblatts“ begeistert: „Und Louis Brooks geht in stummer Schönheit, erschrocken, trotzig, wartend, verwundert durch den Film, als das Mädchen, dem dies passiert. Fast wie ein schöner, tragischer Buster Keaton. Großäugig, infantil, in entzückenden Kleidern.“ Stephan Graf v. Bothmer bricht in seinen spektakulären StummfilmKonzerten mit allen Filmmusikkonventionen. Durch seine erfrischend packende Musik erstrahlen göttliche Diven, skrupellose Ganoven und skurrile Gestalten in neuem Licht. Der Pianist und Komponist füllt Konzertsäle auf fünf Kontinenten. Bildnachweise: Fotos aus dem Film Tagebuch einer Verlorenen © Stiftung Deutsche Kinemathek.

von: Apostel

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