Die Autorin Andrea Wulf, die 2016 für ihre Biografie „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“ mit dem Royal Society Science Book Prize ausgezeichnet wurde, und Neil MacGregor, Leiter der Gründungsintendanz des Humboldt Forums, führen ein Gespräch über die Aktualität von Humboldts Ideen.
Alexander von Humboldt (1769–1859) war der berühmteste Wissenschaftler seiner Zeit – ein wahrer Kosmopolit von internationalem Rang. Sein bahnbrechendes Denken, seine Vorstellungen von der Natur und unserem Platz darin haben die Wissenschaft für immer verändert. Niemand ist von Goethe mehr geschätzt worden als er, mit Thomas Jefferson verband ihn eine lebenslange Freundschaft, und Darwin schrieb, ohne Humboldt wäre er nicht an Bord der Beagle gegangen. Unzählige Gletscher, Flüsse und Berge in Mittel- und Südamerika tragen Humboldts Namen, selbst auf dem Mond gibt es ein »Mare Humboldtianum«. Der rastlose Naturforscher lebte in Berlin und Paris, abenteuerliche Reisen führten ihn aber auch nach Lateinamerika, Russland und Zentralasien. Er wollte alles wissen und verstehen. Seine Art zu denken und zu forschen war seiner Zeit voraus. Wie kein anderer Wissenschaftler hat er unser Verständnis von Natur als einem lebendigen Ganzen geprägt, als Kosmos, in dem vom Winzigsten bis zum Größten alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind.
Eintritt frei | Einlass ab 18.30 Uhr Kronprinzenpalais | Unter den Linden 3 | 10117 Berlin
Veranstaltung in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung