Die Erstauflage des creole Musik-Filmfestes, unter Leitung des Regisseurs und Filmkritikers Hakim El-Hachoumi, titelt »Von Marokko bis Afghanistan«. Die Entscheidung für diese regionale Schwerpunktsetzung soll einerseits der verstärkten Migration nach Berlin Rechnung tragen und Neu-Berliner*innen als „Kulturkonsument*innen“ ansprechen, andererseits gehen wir hiermit auf das allgemein gesteigerte Interesse an den kulturellen und politischen Entwicklungen in den Ländern dieser Großregion ein. Ziel dieses neuen, genreübergreifenden Festivals, ist es, während eines Wochenendes, mittels Musik und Film einen transkulturellen Erlebnis- und Diskursraum für alte und neue Berliner*innen zu schaffen, und gleichzeitig Aufmerksamkeit für den kommenden 6. creole Musikwettbewerb in 2017 auch unter neu in Berlin angekommenen Musiker*innen aus Ländern »von Marokko bis Afghanistan« zu generieren. Mit der vorliegenden Filmauswahl wird ein spannendes Spektrum von kulturgeschichtlicher Relevanz und politischer Brisanz abgebildet. Es reicht von Dokumentarfilmen über die Geschichte einer marokkanischen Gnawa-Band (Transes), der Biografie der legendären, weltberühmten ägyptischen Sängerin Oum Kalthoum (Dananir), über die Reise eines Musikstudenten durch Kurdistan auf der Suche nach neuen Musiker_innen für seine Band (Road through Kurdistan) bis hin zum Spielfilm über junge Independent-Musiker*innen im konservativen Iran (No one knows about Persian Cats). Zum Abschluss des Festival zeigen wir Fairuz: We loved eachother so much.