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Fotogalerie Friedrichshain: BILDER AUS MEXIKO - Renata von Hanffstengel: Ein Nachlass zu Lebzeiten

Helsingforser Platz 1 10243 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: www.fotogalerie.berlin
Einschränkung: Tel.: 030 / 296 16 84, fotogalerie@kulturring.org

geöffnet: Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 20.00 Uhr
Freitag 31.03.2017 bis Freitag 05.05.2017 - Anfangszeit: 14:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Vernissage: Donnerstag, 30. März um 19 Uhr - in Anwesenheit der Fotografin
Finissage: Freitag, 5. Mai um 19 Uhr

Fotoausstellung von Renata von Hanffstengel: Bilder aus Mexiko in den 1970er und 1980er Jahren

Photo exhibition by Renata von Hanffstengel: pictures from Mexico taken in the 1970s and 1980s.

Renata von Hanffstengel wurde 1934 in Kiel geboren. Ihr Vater war Deutscher, ihre Mutter Mexikanerin. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte sie in Hamburg Tanzpädagogik, bevor sie 1954 nach Kanada auswanderte, später in die USA. Seit 1962 lebt sie in Mexiko-Stadt. Sie unterrichtete Germanistik an der Uni und arbeitete als Reiseleiterin. 1987 gründete sie das Interkulturelle Forschungsinstitut Mexiko-Deutschland zum Exil nach 1933. Schon früh interessierte sie sich auch für die Fotografie. In Mexiko war sie in den 70er und 80er Jahren professionell tätig, stand mit wichtigen Fotografen in Verbindung, wie Lázaro Blanco und José Luis Neyra, aber auch Gisèle Freund, die sie bei einem Symposium über Fotografie in Lateinamerika kennenlernte. Sie veröffentlichte in Zeitschriften und Büchern, gab Fotomappen heraus, schrieb Artikel über Fotografie. Mit dem Beginn der Digitalfotografie legte Renata von Hanffstengel die Kamera beiseite. Nun wird, nach Ausstellungen in Mexiko, in den USA und 1981 in den Buna-Werken in Schkopau (während ihrer Zeit als Kulturattachée der Mexikanischen Botschaft in Ost-Berlin) erstmals ein Querschnitt ihrer fotografischen Arbeit in Berlin zu sehen sein. Ihr Nachlass soll an das Ibero-Amerikanische Institut in Berlin gehen.

Zentrales Thema der Ausstellung ist Mexiko – ein Land voller Gegensätze, mit prähispanischen und kolonialen Zeugnissen, mit indigener und mestizischer Bevölkerung, ein Land der Naturschönheiten und der Naturkatastrophen, ein Land der Armut und der Moderne, der Traditionen und des Tourismus. Renata von Hanffstengel hat die Atmosphäre der unterschiedlichen Landschaften und Vegetationen Mexikos eingefangen. Mit fast enzyklopädischer Genauigkeit hat sie Architekturdenkmäler aus mehreren Jahrhunderten abgelichtet – Kirchen, Klöster und Haciendas. Aber sie hat auch urbanes Leben dokumentiert oder die Folgen des Erdbebens von 1985, mit vielen Toten, Obdachlosen und zerstörten Gebäuden. Oft stehen Menschen im Zentrum ihrer Anteil nehmenden Bilder – die Landbevölkerung, ihre hergebrachten Handwerkskünste und Feste, Kinder, die von früh an zum Lebensunterhalt beitragen müssen – und immer wieder Frauen, deren Würde sie in einem vom Machismo geprägten Land bildnerisch eindrücklich hervorhebt.

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von: Fotogalerie

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