Die Choreograf*innen Lea Martini und Daniel Almgren-Recén sammelten über mehrere Wochen man-nigfaltige Stimmen in der Umgebung der Uferstudios. Sie folgten Zeichen und zugesteckten Telefonnummern, klingelten an Haustüren und hängten Einladungen zum persönlichen Gespräch auf. Wie sah dein Leben vor zehn Jahren aus? Welche Träume hattest du damals? Wie guckt dein damaliges Selbst auf dein heutiges? Welche Träume und Visionen gibt es jetzt? Wie siehst du dich in der Zukunft? Ausgehend von Fragen wie diesen, öffneten sich private Räume und es kam zum Vorschein, wofür im Alltag oft kein Platz ist: Erinnerungen an ein nahes und weit entferntes Früher, Persönliches, das zum Politischen wird, Kompliziertes, Gewöhnliches und Illusionäres.
Zusammen mit dem Stadtsoziologen und Filmemacher Nils Plambeck, der dem Wedding poetisch verfremdete Filmaufnahmen entlockt hat, werden die individuellen Stimmen zu einem Geschichtenkaleidoskop miteinander verwoben. Die daraus entstandene luzide (T)Raumlandschaft lädt dazu ein, diesem Geschichtenkaleidoskop zu lauschen und sich darin zu versenken, bevor es zurück in den Alltag geht.
Konzeption: Lea Martini & Daniel Almgren-Recén Film & Ton: Nils Plambeck