„Der Chronist“ ist der Lokalhistoriker Wilhelm Waibel. In den 1960er Jahren stieß er bei seinem damaligen Arbeitgeber auf 1.500 Personalakten von NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangs arbeitern. In einer Zeit, als in Westdeutschland über die NS-Zeit noch geschwiegen wurde, begann Waibel, die Zwangsarbeit auf zuarbeiten. Ende der 1980er Jahre gelang es ihm, zu einigen der ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Kontakt aufzunehmen.
Der Dokumentarfilm stellt dar, auf welche Widerstände Waibel in Deutschland stieß. Zugleich fragt er nach der Verantwortung der deutschen Wirtschaft und lässt einige der letzten noch lebenden Zeitzeugen aus dem östlichen Europa zu Wort kommen.
Begrüßung: Andreas Schulze, Dienststellenleiter der Landesvertretung Baden-Württemberg Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Gespräch im Anschluss an die Filmvorführung: Wilhelm Waibel, Protagonist Marcus Welsch, Regisseur
Moderation: Dr. Kay Hoffmann, Haus des Dokumentarfilms
Eine gemeinsame Veranstaltung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit und der Landesvertretung Baden-Württemberg.
Anmeldung erforderlich: veranstaltung-sw(at)topographie.de oder 030 / 63 90 288-0