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Vortrag: "Die Renaissance der Elektrokrampftherapie – Kritische Auseinandersetzung mit einer umstrittenen Behandlungsmethode"

Schnackenburgstr. 4 12159 Berlin - zum Stadtplan
Donnerstag 17.10.2019 - Anfangszeit: 17:00 Uhr
Kategorie: Wissen live
Vor mehr als 70 Jahren wurde der elektrisch ausgelöste Krampfanfall (EKT) in der Psychiatrie eingeführt. Wer erinnert sich nicht an die berühmte Szene mit Jack Nickolson aus „Einer flog über das Kuckucksnest“, in der der Elektroschock als Bestrafung für aufsässiges Verhalten mit an beiden Schläfen aufgesetzten Elektroden vorgenommen wurde? Davon ist zum Glück die moderne und modifizierte Form der Elektrokrampftherapie weit entfernt. In der Tat haben Narkose und Muskelrelaxation diese Behandlungsmaßnahme tiefgreifend verändert und die erheblichen Nebenwirkungen weitestgehend auf das Maß einer Narkosebehandlung reduziert. Nachdem die EKT ihren ehemals schlechten Ruf überwunden hat, wird sie wieder bei ca. 2000-4000 Personen in Deutschland pro Jahr besonders bei schwer therapierbarer Depressionen und bei katatonen Zuständen bei Schizophrenie angewandt. Dennoch ist die Studienlage mehr als dürftig.
Der Berliner Psychiater Jann Schlimme hat die aktuellen Studien hinsichtlich ihrer Wirksamkeit ausgewertet und plädiert für eine sorgsame Abwägung der Vor- und Nachteile durch alle Beteiligten. In diesem Vortrag wollen wir uns kritisch dem Thema nähern und zu einem lebendigen Austausch einladen.
Referent: PD Dr. med. Dr. phil. Jann E. Schlimme, M.A., niedergelassener Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Berlin; Privatdozent an der Medizinischen Hochschule Hannover

von: KommRum

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