Was bedeutet Entwicklungszusammenarbeit für uns? Wo hat sie Erfolg? Wo scheitert sie? Was muss sich ändern, damit sie mehr bewirkt? Hat Entwicklungszusammenarbeit überhaupt einen Sinn? Dies alles sind Fragen, denen sich die Ehrenamtlichen des Vereins Ingenieure ohne Grenzen immer wieder stellen. Ingenieure ohne Grenzen e.V. ist eine gemeinnützig anerkannte private Hilfsorganisation, die im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten Entwicklungszusammenarbeit leistet. In ihrem Alltag sehen sich die Mitglieder mit ablehnenden Haltungen gegenüber Entwicklungszusammenarbeit konfrontiert und reflektieren ihr eigenes Engagement kritisch. Deshalb möchten sich die Freiwilligen innerhalb der Veranstaltungsreihe „Offenes Deutsches Theater“ schonungslos, ehrlich und konstruktiv mit dem Thema Entwicklungszusammenarbeit auseinandersetzen. Neben Erfolgsstorys werden bedenkliche Hintergründe und Zusammenhänge beleuchtet, eigene Projekte evaluiert und frische Ideen aufgezeigt, wie sich Entwicklungszusammenarbeit nachhaltiger gestalten lässt.
Mit dem AKWA Project in Ruanda stellt die Berliner Regionalgruppe der Ingenieure ohne Grenzen eines ihrer laufenden Projekte vor. AKWA Project – das steht für A Karambi Water Access Project. Berliner Ehrenamtliche unterstützen gemeinsam mit ihrem ruandischen Partner eine Schule in der abgelegenen Region Karambi beim Aufbau einer sicheren Wasserversorgung. Die 2.000 Schüler*innen verfügen wie die Bevölkerung der umliegenden Siedlungen nur über eingeschränkten Zugang zu Wasser und Hygiene: Die staatliche Wasserleitung versiegt im Laufe der Trockenzeit und die nächste Quelle liegt rund fünf Kilometer Fußmarsch entfernt. Den Abschluss des Abendprogramms bildet die offene Diskussionsrunde mit Expert_innen, die ihre langjährigen Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit einbringen.
Offenes DT: "Live vor Ort - Ingenieure ohne Grenzen diskutieren: Der Sinn von Entwicklungsarbeit"
17. Oktober, 19.30 Uhr Ort: Saal im Deutschen Theater. Der Eintritt ist frei.