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Welcome to exhibition 1.-12.9. "Zur Arbeit gehen" by Maija Toropainen

Eugen schönhaar strasse 6a 10407 Berlin - zum Stadtplan
Dienstag 01.09.2020 bis Samstag 12.09.2020 - Anfangszeit: :00 Uhr
Kategorie: Kunst
1.-12.9.2020
Walking to Work - Maija Toropainen

"I dreamed of a journey. I had been thinking of traveling by train to Berlin in the summer of 2020. I decided to paint imaginary landscapes opening from a train window. The starting point of my paintings is the moment when I cannot yet verbally name what I see, nor do I describe what I see as an identifiable image.

Then the Corona epidemic hit Europe, and uncertainty about the future arrived. The journey to Berlin by train had to be postponed.

Ninety years ago, the world was shaken by the Great Depression. Many finnish immigrants for North America faced unemployment and poverty. What they had in common was a longing for freedom, piecework and complete uncertainty about what was to come. The title of the exhibition is borrowed from Eric Monkkonen's book on tramps.

There is a similarity in the pandemic situation of this time and in the life of the tramps a hundred years ago. Now, as then, my own plans and dreams crumbled because of the threats of reality. The romantic admiration of flora and fauna and the constant hunting for new experiences have turned into an awareness of the fragility of capitalism and the momentary nature of life.

In my abstract works, I look at the emotional landscape by painting with oils and drawing with crayons."

Maija Toropainen lives and works in Helsinki. She graduated from Turku Arts Academy in 2012 and since then she has held various solo and group exhibitions.

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Zur Arbeit gehen

Ich habe von einer Reise geträumt. Ich hatte mir überlegt, im Sommer 2020 mit der Bahn nach Berlin zu fahren. Ich wollte erfundene Landschaften aus dem Zugfenster malen. Der Startpunkt meiner Gemälde ist der Moment, indem ich das, was ich sehe noch nicht mit Worten beschreiben kann. Ebenso wenig kann ich das, was ich sehe als erkennbares Bild beschreiben.
Dann erreichte die Corona-Epidemie Europa und Ungewissheiten über die Zukunft trafen ein. Meine Bahnreise nach Berlin musste verschoben werden.

Vor neunzig Jahren wurde die Gesellschaft von der Weltwirtschaftskrise getroffen. Viele finnische Einwanderer in Nordamerika hatten mit Arbeitslosigkeit und Armut zu kämpfen. Sie hatten alle die Sehnsucht nach Freiheit, die Akkordarbeit und die Ungewissheit, darüber was als nächstes kommt, gemeinsam. Der Name der Ausstellung stammt von dem Buch über Stadtstreicher von Eric Monkkonen ab.

Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen der derzeitigen Pandemie und dem Leben der Stadtreicher vor einhundert Jahren. Heute, wie damals zerbröckeln meine Pläne und Träume aufgrund einer realen Bedrohung. Die romantische Bewunderung der Flora und Fauna, sowie die ständige Jagd nach neuen Erfahrungen führen zu einem Bewusstsein der Zerbrechlichkeit des Kapitalismus und der Vergänglichkeit des Lebens.

In meinen abstrakten Werken betrachte ich die emotionale Landschaft. Ich male mit Ölen und zeichne mit Kreide.

Maija Toropainen lebt und arbeitet in Helsinki. Sie hat 2012 die Turku Arts Academy abgeschlossen und hat seither mehrere eigene Ausstellungen, sowie Gruppenausstellungen veranstaltet.

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von: Galerie Pleiku

Bilder aus Berlin