Vor dem Zweiten Weltkrieg waren das Hansaviertel und Moabit Orte lebendigen jüdischen Lebens. Mit ca. 8 % betrug der Anteil der jüdischen Einwohner:innen in den 20er Jahren allein im Hansaviertel fast das Doppelte des jüdischen Anteils an der Gesamtbevölkerung Berlins. Neben vielen koscheren Geschäften gab es auch drei Synagogen – in der Lessingstraße, Siegmunds Hof und Lewetzowstraße. Lange Zeit wurde die jüdische Geschichte der beiden Viertel verschwiegen und erst durch lokale Initiativen wie Gleis 69 e. V. und dem Bürgerverein Hansaviertel e. V. wieder sichtbar gemacht. Gemeinsam mit der Stadtführerin Nirit Ben-Joseph wollen wir uns zum vorerst letzten Mal auf die Spurensuche jüdischen Lebens im Hansaviertel und in Moabit begeben – vom Siegmunds Hof bis zum ehemaligen Güterbahnhof Moabit.
Treffpunkt: Siegmunds Hof 11
Die Führung ist kostenfrei und dauert ca. 4 Stunden.
Da die Anzahl der Teilnehmer:innen begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung unter kontakt@offen-fuer-kultur.berlin.
(Foto: Pixbay)
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Das Projekt "Offen für Kultur" wird aus Mitteln der Europäischen Union zur Förderung der regionalen Entwicklung der Förderperiode 2019 – 2022 im Rahmen des Programms „Bibliotheken im Stadtteil II“ gefördert und vom Bezirksamt Mitte von Berlin kofinanziert.