Vor dem Zweiten Weltkrieg waren das Hansaviertel und Moabit Orte lebendigen jüdischen Lebens. Mit ca. 8 % betrug der Anteil der jüdischen Einwohner:innen in den 20er Jahren allein im Hansaviertel fast das Doppelte des jüdischen Anteils an der Gesamtbevölkerung Berlins. Neben vielen koscheren Geschäften gab es auch drei Synagogen – in der Lessingstraße, Siegmunds Hof und Levetzowstraße. Lange Zeit wurde die jüdische Geschichte der beiden Viertel verschwiegen und erst durch lokale Initiativen wie Gleis 69 e. V., Sie waren Nachbarn e. V. und dem Bürgerverein Hansaviertel e. V. wieder sichtbar gemacht. Gemeinsam mit der Stadtführerin Nirit Ben-Joseph wollen wir uns auf die Spurensuche jüdischen Lebens im Hansaviertel und in Moabit begeben – vom Gymnasium Tiergarten bis zum ehemaligen Güterbahnhof Moabit.
Treffpunkt: Gymnasium Tiergarten, Altonaer Straße 26, 10555 Berlin
Die Führung dauert ca. 2,5 Stunden und die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt, daher bitten wir um Anmeldung unter kontakt@offen-fuer-kultur.berlin