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Ausstellung - terre mouvante – bewegte erde
Donnerstag 02.04.2026
bis Samstag 20.06.2026 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
terre mouvante – bewegte Erde ist ein deutsch-französisches Ausstellungsprojekt von Künstler*innen mit Studienhintergrund an der Universität der Künste Berlin und der École des Beaux-Arts in Paris. Beteiligt sind die deutschen Kunststudierenden Franz Grimm, Emanuel Strauss, Marlon Nicolaisen, Paula Oltmann und Fatih Cimdiken sowie die französischen Kunststudierenden Maysa Moubarak, Anna Jaccoud, Yoomin Lee, Flora Coupin und Augustin Decarsin. Gemeinsam präsentieren sie zeitgenössische Skulpturen und raumbezogene Arbeiten, die sich mit Fragen von Raum, Bewegung, Grenzen und Freiheit auseinandersetzen.
Vernissage am 2. April um 18 Uhr
Im Mittelpunkt steht der aktuelle thematische Rahmen Unsere Freiheiten, der Fragen nach individuellen und kollektiven Handlungsspielräumen in den Fokus rückt. Vor dem Hintergrund europäischer Grenzräume, politischer Verschiebungen und gesellschaftlicher Spannungen untersucht die Ausstellung, wie sich Freiheit stets in Relation zu Begrenzungen, Ordnungen und Machtstrukturen formiert.
„Il ne faut jamais croire qu’un espace lisse suffise à nous sauver.“
(„Man darf niemals glauben, dass ein glatter Raum ausreicht, um uns zu retten.“)
— Gilles Deleuze / Félix Guattari, Le lisse et le strié, in: Mille Plateaux
Ausgehend von den Überlegungen von Gilles Deleuze und Félix Guattari zu „glatten“ und „gerillten“ Räumen richtet terre mouvante – bewegte Erde den Blick auf Übergangszonen: Räume, die weder vollständig offen noch vollständig reguliert sind. In diesen Zwischenräumen werden Bewegungen möglich, aber auch Konflikte sichtbar — Räume, in denen Freiheit nicht gegeben ist, sondern ausgehandelt werden muss.
Die gezeigten Arbeiten erforschen, wie Körper, Materialien und Objekte Räume besetzen, verändern oder infrage stellen. Sie machen sichtbar, wie Grenzen verschoben, durchlässig oder neu gezogen werden und wie sich dabei Wahrnehmung, Nutzung und Bedeutung von Raum verändern. Dabei lösen sich feste Zuschreibungen zwischen Subjekt und Objekt, Stabilität und Bewegung zunehmend auf.
Ein eintägiger deutsch-französischer Workshop in Berlin bildet einen zentralen Bestandteil des Projekts. In einem gemeinsamen Arbeitsprozess entwickeln die beteiligten Künstler*innen konzeptuelle und formale Verbindungen zwischen ihren Arbeiten und reflektieren unterschiedliche Perspektiven auf Freiheit, Raum und Grenze. Aus diesem kollektiven Austausch wird ein gemeinsames künstlerisches Werk entstehen.
terre mouvante – bewegte Erde versteht sich als offener Prozess des Dialogs und der Zusammenarbeit. Die Ausstellung lädt dazu ein, Freiheit nicht als festen Zustand, sondern als fragile, bewegliche Größe zu begreifen - und Grenzen als Orte der Begegnung, der Spannung und der Möglichkeit neu zu lesen.
Mit der Unterstützung vom Deutsch-französischen Jugendwerk.
Ausstellungsdauer: 03.04 bis 20.06
von: institutfrancaisberlin