„Stebuklų Laukas” ist ein dokumentarisches Poem über eine Gruppe von Menschen, die seit mehr als zwanzig Jahren nahe einer inzwischen stillgelegten Mülldeponie im Buda-Wald, etwa 40 Kilometer von Vilnius entfernt lebt. Vier Jahre lang begleitete Regisseur Mindaugas Survila die Gemeinschaft, die sich nun in Auflösung befindet, mit der Kamera. Er hält ihr ungewöhnliches Leben am Rande der Zivilisation fest, das seinen ganz eigenen Rhythmus und eine unerwartete Ordnung hat. „Sie verrichten nicht nur tagtäglich ihren Anteil an harter Arbeit, sondern lesen auch Bücher, hören Musik, erzählen Witze, verlieben sich, singen, weinen, spielen Karten, frisieren sich und sind immer bereit, einander zu helfen,” erzählt Regisseur Survila über die Bewohner und ihren Alltag. Durch seinen respektvollen Umgang mit den Protagonisten und die Nähe des Regisseurs zu ihnen ist einer der authentischsten litauischen Dokumentarfilme der letzten Jahre entstanden, der überall in der Welt die Gunst des Publikums gewann. Der Film erhielt den Zuschauerpreis beim Brisbane International Film Festival in Australien und den litauischen Filmpreis Sidabrinė gervė (Silver Crane) als bester Dokumentarfilm des Jahres 2012. Im Anschluss Videokonferenz in englischer Sprache mit dem Regisseur Mindaugas Survila und der Filmkuratorin Giedrė Simanauskaitė.