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Montag Modus #11 CTRL+SHIFT

Dorotheenstraße 12 10117 Berlin - zum Stadtplan
Dienstag 13.12.2016 - Anfangszeit: 20:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Nach dem großen Erfolg der letzten Ausgabe SHATTER POTENTIAL, die sich mit dem Potenzial der Zersetzung sensueller Wahrnehmungen auseinandergesetzt hat, wird die zweimonatliche Performance-Reihe am 13.12.2016 im Collegium Hungaricum Berlin fortgesetzt. Die 11. Ausgabe unter dem Titel crtl + shift liefert drei prägnante künstlerische Positionen zum Thema paralleler Realitäten und deren Kollisionen.

Flow Instabilities, eine Live-Video-Performance, entwickelt sich aus zehn Begriffen, die Grenzen und Bewegung repräsentieren und auf diese Weise das Thema der Migration und die aktuelle weltpolitische Situation aufgreifen. Abstrakte Bilder, Musik, wissenschaftliche Lehrvideos und Bewegung formen unterschiedliche Schichten der Performance und treten in einen Dialog miteinander. Der „wissenschaftliche“ Titel und die einzelnen Elemente spielen mit Ideen des Rationalen und des Emotionalen. Das Künstlerkollektiv von Claire Waffel und Pere Ferrera Bertranverweist mithin darauf, dass bei komplexen Phänomenen wie der Migration oft Überzeugungen die Rolle von Fakten und Informationen einnehmen.
Flow Instabilities ist die zweite Zusammenarbeit der Medienkünstlerin Claire Waffel und des Musikers Pere Ferrera Bertran. Zu Instrumenten der Exploration von Raum und Zeit werden in Claire Waffles Werken Medien wie Fotografie, Video und Ton, Installationen und Bleistiftzeichnungen verwendet. Ihre erste gemeinsame Arbeit Kommerz Was Yesterday wurde 2015 auf der OFF-Biennale Budapest aufgeführt

Point of You ist ein Spiel – für die Künstler und für das Publikum ebenfalls. Zwischen den beiden Künstlern spielen sich instinktive und verworrene Bewegungen ab. Jede Szene schwankt zwischen zwei verschiedenen Meinungen und entfaltet sich aus deren Konflikt. Diese Tanzperformance des Duos Anna Réti und Ricardo Machado ist ein persönliches, aber zugleich philosophisches Spiel, das von Wahrheit, Koexistenz und möglichen Konfliktpunkten unterschiedlicher Perspektiven handelt. Point of You ist ein Debattenspiel, eine tiefe Selbstanalyse rund um das Thema „Verlorensein in der eigenen Wahrheit“.

Die ungarische Choreografin und Tänzerin Anna Réti kreiert seit 2005 Choreografien, die mit mehreren nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden sind. Zum ersten Mal arbeitet sie mit dem Tänzer und ChoreografenRicardo Machado aus Portugal. Point of You wurde 2016 von dem Aerowaves Tanzfestival als eine der besten 20 Produktionen in Europa ausgewählt.

In der Performance Highway von Julian Weber stellt der Künstler einen verlorenen Tourist dar, einen Bergsteiger, der in einem leeren Museum nach Griff und Halt sucht. Seile verbinden seinen Körper mit der ihn umgebenden Architektur, sie bieten Halt und sind Einschränkung zugleich. Der Körper schwingt zwischen den Zuständen Herrschaft und Hingabe sowie Entspannung und Anstrengung, er konfrontiert sich mit dem Raum und bestimmt diesen zugleich. Choreografie und Gegenstände: Julian Weber, Musik: Martin Hiendl.

Montag Modus ist eine zweimonatlich stattfindende Veranstaltungsreihe im Scenic Modus des CHB, die die verschiedenen Aspekte performativer Kunst untersucht und besonders die Ganzheitlichkeit des Verhältnisses zwischen Zuschauer und Kunstwerk fokussiert. Als internationale Plattform fördert sie die Zusammenarbeit von Künstlern unterschiedlicher Genres und Herangehensweisen zwischen Ungarn und Berlin. In der Veranstaltungsreihe werden jeweils drei Produktionen aufgeführt, die in einem Open Call ausgewählt werden.
Die Reihe Montag Modus läuft seit Mai 2015, in diesem Zeitraum wurden in 10 Ausgaben insgesamt 27 Produktionen unter Mitwirkung von mehr als 50 internationalen Künstlerinnen und Künstlern erfolgreich vorgestellt.

Kuratorin: Léna Szirmay-Kalos

von: CHB

Mehr Infos im Internet:

Bilder aus Berlin