Die Fotografie begleitet mich schon mein ganzes Leben und hat mich zur analogen Zeit dazu gebracht, meine Umwelt intensiv und neugierig zu sehen und zu entdecken. Daraus sind in den letzten Jahrzehnten viele Ausstellungen und Fotobücher im Selbstverlag entstanden.
Mich haben immer die Begegnungen mit Menschen interessiert, die mir die Augen für ganz andere Welten geöffnet haben. Dabei war mir weniger der einmalige Augenblick wichtig, als vielmehr Abläufe, Reportagen oder Inszenierungen, so z.B. die Verbindung von Natur, Meer und Mensch, wie ich sie bei den Fischern und den Austernzüchtern in der Normandie erleben konnte.
Die zufällige Begegnung mit Josie, die Vielseitigkeit in ihren Ausdrucksmöglichkeiten und ihre spontane Kreativität hat uns in den letzten 1 1/2 Jahren dazu motiviert, an verschiedenen Orten von Berlin Bildfolgen zu entwickeln, die thematisch sehr unterschiedlich sind. Dabei stoßen sie bewußt aufeinander, naturverbundene wie in Lübars mit verstörenden Fotos aus einem Heizungskeller oder wohl arrangierte in einem Fotostudio.
Im Mittelpunkt steht Josie, die auf den Fotos die Widersprüchlichkeit von Empfindungen und Sichtweisen, die in uns allen steckt, in beindruckender Weise darstellt.