Im Rahmen des vom Internationalen Literaturfestival Berlin (ilb) organisierten Worldwide Readings for Ashraf Fayadh veranstaltet der Ibn Rushd Fund in Kooperation mit der Lettrétage eine Lesung.
Ashraf Fayadh, ein fünfunddreißigjähriger Dichter und Kurator, lebt in Saudi Arabien. Am 17. November 2015 wurde er dort wegen des 'Verbrechens der Apostasie' zum Tode verurteilt und befindet sich seitdem im Gefängnis. Während des gesamten Verfahrens wurde ihm kein Anwalt zur Seite gestellt. Außer dem Islam abgeschworen zu haben wird Fayadh vorgeworfen, in seinem 2008 in Beirut erschienenen Gedichtband "Gebrauchsanweisung innenliegend" Gott zu lästern und Atheismus zu propagieren, obwohl er selbst bekräftigt, dass die Texte „von ihm als palästinensischem Flüchtling“ handeln und es in ihnen „um kulturelle und philosophische Themen“ gehe. Es seien die religiösen Extremisten, die ihren zerstörerischen Gehalt gegenüber Gott behaupten.
Die weltweiten Lesungen zur Unterstützung von Ashraf Fayadh fordern die westlichen Regierungen dazu auf, sich für Ashraf Fayadh einzusetzen und dafür einzutreten, dass Saudi Arabien die Menschenrechte achtet.
Texte des palästinensischen Autors werden von verschiedenen Mitwirkenden gelesen, u.a. Nihad Siris, Faten El Dabbas und Leila El-Amaire von der Slam-Poetry-Gruppe i,slam, Deutsche Jugend für Palästina, Deutsch-Kunst-Kurs der 10. Klasse der Bertha von Suttner-Oberschule, sowie Hamid Fadlalla und Cora Josting vom Ibn Rushd Fund.