Einladung zum Gesprächsabend „Gedenkkultur und Erinnerungsarbeit in Charlottenburg-Wilmersdorf“ am Freitag, 18. März 2016, 17.30 Uhr
Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann stellt die Erinnerungsarbeit des Bezirks in seinen vielen Ausprägungen dar. Ein Schwerpunkt ist das Gedenken an die nationalsozialistische Herrschaft von 1933-1945. Heute erinnern in Charlottenburg-Wilmersdorf viele Straßennamen und Namen öffentlicher Einrichtungen, Gedenkstätten, Mahnmale, rund 300 Gedenktafeln, das Gleis 17 in Grunewald sowie die mehr als 2.600 Stolpersteine an die Gräueltaten der Nazis, an die Täter, an den Widerstand und vor allem an die Opfer des Nationalsozialismus. Dieses intensive Gedenken ist gerade in Charlottenburg-Wilmersdorf kein Zufall, denn Charlottenburg und Wilmersdorf waren vor 1933 die Bezirke mit dem höchsten Anteil jüdischer Berlinerinnen und Berliner. 1933 lebten in Charlottenburg und Wilmersdorf jeweils rund 27.000 Jüdinnen und Juden, das waren in Charlottenburg knapp acht Prozent und in Wilmersdorf rund 14 Prozent der damaligen Berliner Bevölkerung. Eine aktive Gedenk- und Erinnerungskultur pflegen heute viele Berlinerinnen und Berliner in unserem Bezirk. Das Bezirksamt von Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt ebenso die Aufarbeitung unserer jüngeren Geschichte, die für die Gegenwart und Zukunft Verpflichtung und Notwendigkeit ist und bleibt.