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Der „Literarische Kaffeeplausch“ präsentiert: "Eines Morgens ist alles fort: Joachim Ringelnatz in Sommerfeld" mit Roland Lampe
Mittwoch 04.03.2026
- Anfangszeit: 15:00 Uhr
Der Dichter, Kabarettist und Maler Joachim Ringelnatz (1883–1934) erkrankte Anfang 1934 an Tuberkulose und wurde in die Klinik Waldhaus Charlottenburg in Sommerfeld nördlich von Berlin eingewiesen. Dort verfasste er ein Tagebuch, außerdem sind seine Briefe erhalten, die uns von seinem Alltag in der Klinik berichten, von den Besuchen seiner Frau Muschelkalk, von seinen
Träumen, Gedanken und Gefühlen. Anfang Oktober wurde er unheilbar krank aus der Klinik entlassen und starb einen Monat später daheim in Berlin. Erzählt wird aber nicht nur von seiner Krankheit und wie er damit umging, sondern auch von seiner Freundschaft mit der Schauspielerin Asta Nielsen, mit Ernst Rowohlt, seinem Verleger, und mit dem Schauspieler Paul Wegener, der an seinem Grab die Abschiedsrede hielt. Eine besondere Beziehung verband ihn mit Hermann Hesse, der wusste, wie viel »Erfahrung, Nachdenken, Leid, Narrenweisheit und Resignation, Überlegenheit und weiser Humor« sich »hinter dieser wohlbekannten Maske, der beliebten Nummer im Kabarett« verbargen. Auch die Geschichte der Klinik in Sommerfeld ist Teil des Buches. Sie existiert noch heute, eingebettet in die Landschaft des Osthavellandes.
Roland Lampe wurde 1959 in Berlin geboren. In den frühen Achtzigern studierte er am Institut für Literatur in Leipzig und lebt heute in Berlin-Mitte. Er schreibt Gedichte, Geschichten und den Roman “Seitenflügel”, aber auch Sachbücher über Schriftsteller und Literatur in der Region Berlin-Brandenburg. Dazu gehören „Der Wald verwandelt sich in Traum: Christian Morgenstern in Birkenwerder“ (2021) und zuletzt “Paradies mit Brennnesseln. Hans Fallada in Brandenburg”(2023).
Anmeldung ist erforderlich: Telefonisch unter (030) 99 895 26
Eintritt frei, Austritt: eine Spende an den Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V. zur
Mitfinanzierung der Veranstaltungen.
Bei einigen Veranstaltungen in der Stadtbibliothek machen wir Fotos und/oder Videos, die ggf. auf unserer Webseite, denen unserer Partner, Facebook oder Instagram veröffentlicht werden.
von: Bibliothekarin