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Vernissage:19:00-21:00Uhr / Sehnsucht nach dem Paradies – Mauri Olavi Keinänen
Dienstag 28.04.2026
- Anfangszeit: 19:00 Uhr
29.4.-9.5.2026
Sehnsucht nach dem Paradies – Mauri Olavi Keinänen
Vernissage: Dienstag 28.4. 19:00-21:00 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 15-19 Uhr
Galerie Pleiku
Eugen-Schönhaar-Strasse 6a
10407 Berlin
In fast jedem Land gibt es einen botanischen Garten. In diesen Gärten kann man seltsame, wundervolle und geheimnisvolle Pflanzen sehen, die in Nordeuropa nicht heimisch sind. Ein botanischer Garten gleicht dem mythischen Paradies, dem wir im Buch Genesis begegnen – jener Erzählung von Adam und Eva und ihrem Sündenfall.
Der Psychiater und Phänomenologe Carl Gustav Jung (26.7.1875–5.5.1961) deutete diesen Sündenfall psychologisch als das Erwachen des menschlichen Bewusstseins. Jung sprach auch vom kollektiven Unbewussten. Wenn seine Hypothese wahr ist, können wir davon ausgehen, dass in unserem kollektiven Unbewussten eine tiefe Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies fortlebt. Diese äußert sich heute im starken Bedürfnis des modernen Menschen, zur Natur zurückzukehren.
Botanische Gärten bedienen dieses unterbewusste menschliche Bedürfnis, aber sie schützen auch faszinierende Pflanzen – von denen einige heute vom Aussterben bedroht sind, da die Regenwälder weiterhin abgeholzt werden.
Das biblische Paradies trägt den Namen Eden. Wo es lag, wissen wir nicht. Da jedoch ähnliche Paradiesmythen auch in anderen Kulturen Mesopotamiens existieren, wird angenommen, dass die biblische Erzählung ebenfalls ein Mythos ist. Dennoch lieferte sie Antworten auf die Fragen nach dem Ursprung des Menschen, dem Sinn des Lebens und dem Tod, als es noch keine anderen Erklärungen gab.
Obwohl meine Kunstwerke in dieser Ausstellung gegenständlich sind, sind sie eher Poesie als Realismus. Das gezeigte „Paradies“ oder der „Garten“ ist fiktiv. Die Ausstellung ist in zwei Teile gegliedert: Eine Seite zeigt Schwarz-Weiß-Fotografien, während die andere Seite farbige Bilder präsentiert. Ich habe die Schwarz-Weiß-Fotografien gewählt, um meine Identität als Fotokünstler zu betonen. Im Jahr 1975 studierte ich an der Kunstschule in Lahti bei Pentti Sammallahti, und für seine Lehre bin ich bis heute dankbar.
Mauri Olavi Keinänen
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There is a botanic garden in almost every country. In these gardens, you can see strange, wonderful, and mysterious plants that do not grow in Northern Europe. A botanic garden is like the mythical paradise we encounter in the Book of Genesis, which tells the story of Adam and Eve and their fall from grace.
Psychiatrist and phenomenologist Carl Gustav Jung (26.7.1875–5.5.1961) explained this fall psychologically as the awakening of human consciousness. Jung also spoke of the collective unconscious. If his hypothesis is true, we can assume that within our collective unconscious lies a subconscious “longing for paradise” that humanity has lost—a longing that manifests today as a profound need for modern man to return to nature.
Botanic gardens serve this subconscious human need, but they also protect amazing plants, some of which may even be endangered species as rainforests continue to be cleared today.
The biblical paradise is named Eden. We do not know its location, but since similar paradise myths exist in other Mesopotamian cultures, it is assumed that the biblical story is also a myth. Regardless, it provided answers to questions about human origins, the meaning of life, and death when no other explanations existed.
Although the artworks in this exhibition are representational, they are more poetry than realism. The “paradise” or “garden” shown here is fictional. The exhibition is divided into two parts: one side features black and white photographs, while the other features color images. I chose to include black and white photographs to emphasize my identity as a photographic artist. In 1975, I studied at the Lahti Art School under Pentti Sammallahti, and I remain grateful for his teaching to this day.
Mauri Olavi Keinänen
von: Galerie Pleiku