Die Materialität eines Textes - vor allem seine typographische Gestalt - ist nicht ohne Einfluss auf sein argumentatives und ästhetisches Gelingen. Ein gesteigertes Wissen um diesen Einfluss ist bei einigen Autoren der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu beobachten. Der Königsberger Johann Georg Hamann hat in besonderem Maße Typographie und Druckmaterialität bei seinen Publikationen eingesetzt. Der Vortrag nimmt in vier Schriften Hamanns eine Stellenlektüre vor, die das semantische Potential der Typographie in den Originalausgaben (aus den Beständen der Staatsbibliothek zu Berlin) aufzeigt. Die vorgeschlagene Interpretation dient zur Beantwortung der nicht nur in editionsphilologischer Hinsicht wichtigen Frage: Was gehört zum Text?Neue Entwicklungen in der Erforschung der Materialität von mittelalterlichen HandschriftenProf. Dr. Everardus Overgaauw, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz 3. Februar 2015 18.15 Uhr Haus Unter den Linden Konferenzraum 4