Treffpunkt: Baracke 2, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Nach dem 8. September 1943 und dem Bündnisbruch mit Nazi-Deutschland wurden italienische Soldaten als Verräter angesehen und etwa 630.000 von ihnen nach Nazi-Deutschland verschleppt, wo sie bis Kriegsende unter härtesten Bedingungen Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie, der Landwirtschaft, im Bergbau und in anderen Bereichen leisten mussten. 435 der sogenannten italienischen Militärinternierten (IMI) waren im Lager Schöneweide untergebracht, heute der Standort des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit.
Zunächst wollen wir uns in der Ausstellung „Zwischen allen Stühlen“ mit der Geschichte und einigen Einzelschicksalen der IMIs beschäftigen. Anschließend folgen wir den Spuren italienischer und all der anderen Zwangsarbeiter*innen aus anderen Ländern, die unter anderem im nahegelegenen Industriegebiet – hauptsächlich bei der Firma AEG – arbeiten mussten. Auf dem etwa 1,5 km langen Spaziergang gehen wir auch auf die Industriegeschichte im Bezirk Schöneweide ein. Die Führung findet in italienischer Sprache statt.