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Teufelsberg Spy Station Berlin – Brendan Jamison

Emser Straße 124 12051 Berlin - zum Stadtplan
Einschränkung: Eintritt frei
Donnerstag 05.09.2013 bis Samstag 28.09.2013 - Anfangszeit: 19:00 Uhr
Kategorie: Kunst
Ausstellung: 06. - 28. September 2013 Montag - Samstag ab 19 Uhr  

Vernissage: Donnerstag, 05. September 2013, 19 Uhr  

Der nordirische Künstler Brendan Jamison hat ein Jahr lang an einem Projekt über den Berliner Teufelsberg gearbeitet, der während des Kalten Krieges als geheimer Spionageort benutzt wurde. Die Stelle befand sich direkt auf der Spitze des Teufelsbergs im Grunewald. Der Teufelsberg ist künstlich durch das anhäufen von Müll und Trümmern des 2. Weltkrieges entstanden. Die Feldstation Berlin wurde vom amerikanischen Sicherheitsdienst gebaut und mit dem britischen Geheimdienst geteilt. Ab 1960 gab es  bereits mobile Einheiten in dieser Gegend aber erst ab 1963 begann man, auf der Spitze des Berges feste Gebäude zu sehen. Die „Spionagearchitektur“ entwickelte sich beständiger weiter die Feldstation expandierte rasch zwischen 1963 und 1977. Zu Beginn gab es noch keine Radarkuppeln, im Jahre 1977 waren es jedoch schon fünf.  Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991, räumte der britische Geheimdienst im Jahre 1992 den Teufelsberg. Nichtsdestotrotz blieben die dort durchgeführten Arbeiten weiterhin geheim. Schon von Beginn an wurde die Feldstation verdeckt gehalten. Mit der Zeit kamen einige Dinge ans Tageslicht, während andere mit Fantasie und Mythen geschmückt wurden. Im Jahr 2013 feiert der Teufelsberg nun sein 50-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass präsentiert Jamison im September seine Werke in einer Einzelausstellung in der WerkStadt. Die ausgestellten Werke stellen einen multi-disziplinären Ansatz des Künstlers dar und präsentieren ein vielfältiges Spektrum an Techniken wie Zeichnungen, Skulpturen, Collagen und Fotografien. Außerdem werden mehr als 30 Geheimdienstberichte ausgestellt, die Jamison anhand von detaillierten Analysen der Spionagestation zusammengestellt hat. Hierfür hat er regelmäßig Informationen über die Internet-Seiten beschafft sowie eine Korrespondenz mit ehemaligen Spionen der Feldstation hergestellt. Ein Teil der Ausstellung ist durch eine besondere Zusammenarbeit zwischen Jamison und weiteren Künstlern entstanden, die er aufgefordert hat, zur Feldstation Stellung zu nehmen. Dabei sind insbesondere Sean Miller, Ciaran Magill und ein Veteran der Feldstation mit dem Codenamen T.H.E. Hill. zu nennen. Das Projekt wird vom British Council und dem Arts Council Nordirlands gefördert.

von: Werkstadt

Bilder aus Berlin