Der Bau der unmittelbar am Charité-Gelände entlanglaufenden Grenzanlagen stieß zeitgenössisch bei den Mitarbeitenden auf sehr unterschiedliche Reaktionen. Von einigen wurde er gar als Maßnahme gegen die „Republikflucht“ von medizinischem Personal begrüßt. In dem einstündigen Campus- und Ausstellungsrundgang gehen wir der Frage nach, wie sich der Bau und der Fall der Berliner Mauer auf die Charité auswirkten und wie sie von den Mitarbeitenden und Studierenden wahrgenommen und bewertet wurden. Auch das mit den Fluchtversuchen im Zusammenhang stehende hohe Überwachungsinteresse des Ministeriums für Staatssicherheit auf dem Campus und die Auswirkungen auf den Umgang mit NS-belasteten Ärzt:innen werden wir beleuchten.
Die Führung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht nötig.