In dieser Hörführung richten wir den Blick auf die weibliche Erfahrung von Flucht und Vertreibung. Wir widmen uns den Geschichten von Frauen, die in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges und nach dem Krieg flohen oder vertrieben wurden.
Auf der Flucht waren es häufig die Frauen, welche die Verantwortung für Kinder, ältere Angehörige und den Alltag unter extremen Bedingungen trugen. Hunger, Kälte, Erschöpfung, Angst und Gewalterfahrungen prägten diese Zeit.Diese Führung beleuchtet den speziellen Zusammenhang zwischen Nationalismus, Geschlechterrollen und sexueller Gewalt in Kriegen, sowohl im Kontext des Zweiten Weltkrieges, als auch anhand aktueller Beispiele.Anhand von Objekten, Fotografien und Fluchtberichten berichten wir von individuellen Erfahrungen von geflüchteten und vertriebenen Frauen.
Durch das Angebot „Bei Anruf Kultur“ wird eine Teilhabe-Möglichkeit für Menschen geschaffen, die sonst keine Möglichkeit hätten, diese Ausstellung zu erleben.