Katja Lange-Müller wuchs als Tochter der SED-Politikerin Inge Lange in Lichtenberg auf. Nachdem sie die Schule mit 16 Jahren wegen „unsozialistischen“ Verhaltens verlassen musste, arbeitete sie sechs Jahre als Hilfspflegerin im damaligen Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie, dem heutigen KEH. In den Nachtschichten entstanden erste schriftstellerische Arbeiten. 1984 reiste sie nach West-Berlin aus. Wie die in Lichtenberg gesammelten Erfahrungen ihr Schreiben bis heute prägen und wie es sich beiderseits der Mauer schrieb, darüber wird Lange-Müller im Anschluss an eine Lesung ausgewählter Texte sprechen.
Veranstaltungsort: KEH Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge Haus 22, Festsaal, 1. OG; Herzbergstraße 79, 10365 Berlin
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem KEH Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge und dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (BAB) statt und ist Teil der BAB-Veranstaltungsreihe „Mein Kiez. Geschichte(n) des geteilten Berlins“.