Auf diesem Stadtrundgang durch Neukölln lernen wir eine breite Palette solidarischer Berliner Initiativen kennen. Im Mittelpunkt stehen die Fragen des unmittelbaren Zusammenlebens: Wie können Nachbarschaften gestärkt, Wohnrechte gesichert und öffentliche Räume gemeinsam gestaltet werden? Und wie schaffen wir Orte, an denen Menschen einander zuhören und füreinander einstehen?
Gleichzeitig richten wir den Blick auf größere gesellschaftliche Zusammenhänge. Die Herausforderungen unserer Zeit machen nicht an Stadtteilgrenzen halt. Niemand lebt für sich allein, und globale Entwicklungen wirken sich auf Menschen unterschiedlich aus. Solidarität bedeutet deshalb auch, die Verbindungen zwischen dem Lokalen und dem Globalen zu erkennen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.
Dazu gehört, Ausgrenzung und Diskriminierung entgegenzutreten und für eine gerechte Gesellschaft auf Grundlage der Menschenrechte einzutreten. Themen des Rundgangs sind unter anderem: - Geschlechtergerechtigkeit und demokratische Teilhabe, - ein Leben, das sich alle leisten können, - gemeinsames Engagement gegen jede Form von Rassismus – unabhängig davon, ob Menschen als jüdisch, muslimisch, arabisch, als Sinti oder Roma, Schwarze Menschen oder auf andere Weise markiert werden, - ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt, frei von Angst und Ausgrenzung, - eine lebendige Demokratie, die von unten wächst, von vielen getragen wird und allen zugutekommt.
Wir schauen uns dabei an wer sich bereits für diese Ziele in Neukölln engagiert und welche Erfolge bereits erreicht wurden. Wo besteht weiterhin Handlungsbedarf?
Außerdem werfen wir einen Blick in die Geschichte der Solidarität: Wer hat sich in schwierigen Zeiten für andere eingesetzt? Wer blieb seinen Überzeugungen auch unter den Bedingungen des Nationalsozialismus treu? Und was können wir daraus für die Gegenwart lernen?